27. 05. 2012
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CDU mahnt Zeitplan für Ateliers auf Clouth-Gelände an
Die Kölner CDU zeigte sich mit dem zurückliegenden Beschluss zum Erhalt der Künstlerhalle 10 auf dem Areal des Clouth-Gelände ausgesprochen zufrieden. Am Tag nach der Entscheidung im Kölner Stadtrat mahnte der kulturpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Dr. Ralph Elster, die Beantwortung noch offener Fragen an. "Sonst steht zu befürchten, dass das Projekt am Ende doch noch scheitert", so Elster in seiner Stellungnahme. Grundsätzliche aber begrüßt auch die CDU den Vorstoß des Gestaltungsbündnisses und der Verwaltung, die "Halle 10" auf dem Clouth-Gelände auf dem Wege des Erbbaurechts an die dort ansässige Künstlergemeinschaft zu verpachten. Der so gesicherte dauerhafte Verbleib der Künstlergemeinschaft Cap Cologne am Standort sei eine "Sternstunde des Atelierprojekts", lobte Elster im Namen seiner Fraktion.
Schwierigkeiten im Detail
Allerdings sind die offenen Fragen, auf die die CDU-Fraktion in ihrer Stellungnahme zurückkommt, keineswegs Nebensächlichkeiten. So ist nach Meinung der Christdemokraten derzeit noch unklar, wie lange die Künstler die Halle 10 tatsächlich räumen müssen. Schließlich müssen im rund um die Halle Gebäude abgerissen und ein neues Stadtquartier aufgebaut werden. Über die notwendige Zeitspanne einer Räumung der Künstlergemeinde gebe es nach Ansicht der CDU nur Spekulationen. Höhe und Aufwand der notwendigen Sanierung des Ateliergebäudes selbst gebe es ebenfalls keinerlei konkrete Angaben. Die notwendige Summe zur Schadstoffbeseitigung der Halle schwanke derzeitigen Schätzungen zufolge zwischen einem fünf- und einem siebenstelligen Betrag, argumentierte Elster weiter. Die 15 Ateliers, die sich in der Künstlergemeinschaft Cap Cologne auf dem Clouth-Areal zusammengeschlossen haben, benötigten belastbare Zahlen und "ein abgestimmtes Konzept". Die Grundsatzentscheidung für den Verbleib der Künstler sei dabei nur "ein erster Schritt", so Elster abschließend.
Bereits seit mindestens fünf Jahren kämpft Cap Cologne um einen Verbleib auf dem Clouth-Areal. Auf dem ehemaligen Industriegelände soll ein völlig neuer Stadtteil mit rund 1000 Wohneinheiten und weiteren Gewerbe-, Gastro- und Einzelhandelsflächen entstehen. In früheren Zeiten wurde immer wieder argumentiert, dass die Realisierung eines solchen Großprojekts eher auf einen langen Zeitraum angelegt ist. Die Aufnahmefähigkeit eines lokalen Marktes ist nach Ansicht von Immobilienexperten eher begrenzt. Eine jährliche Realisierung von 100 Wohneinheiten wurde in früheren Zeiten immer als Idealgröße dargestellt. Die Verzögerungen sind unter anderem auch dadurch bedingt, dass ein zwischenzeitliches Wettbewerbsverfahren nicht die erhoffte politische Zustimmung brachte. So wurde die weitere Planung auf Basis des Wettbewerbszweiten fortgesetzt. Inzwischen sind in einigen denkmalgeschützten Gebäuden zur Niehler Straße hin bereits gewerbliche Mieter eingezogen.
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