27. 05. 2012
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CDU-Mitglieder verabschieden Kommunalwahlprogramm
Auch die CDU hat jetzt ein Kommunalwahlprogramm. Einige Wochen nach den meisten politischen Konkurrenten haben sich die Kölner Christdemokraten am vergangenen Donnerstag in der Mülheimer Stadthalle mehrheitlich ein 18-seitiges Kommunalwahlprogramm verabreicht, dass die Schwerpunkte ihrer zukünftigen Ratsarbeit beinhaltet. 357 Parteimitglieder waren stimmberechtigt und kein einziger stimmte gegen das Wahlprogramm. Zugleich wurden die Spitzenkandidaten für vier der insgesamt 45 Kölner Kommunalwahlkreise nachnominiert. Die größte Unterstützung erhielt dabei der Kandidat für den Wahlkreis 13, Christoph Schykowski mit 80 Prozent. Aber auch die anderen drei Kandidaten Jörn Schade (Wahlkreis 42 mit 79 Prozent Zustimmung), Dr. Hartmut Hilgers (Wahlkreis 02 mit 76 Prozent) sowie Katharina Welcker (Wahlkreis 12 mit 73 Prozent) erhielten das mehrheitliche Votum der Parteimitglieder.
"2009 ist nicht nur ein Jahr der großen Jubiläen. Es ist das Jahr einer großen Weltwirtschaftskrise. Es ist ein Jahr, in dem es auch um die Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaftsordnung geht", erklärte CDU-Parteichef Jürgen Hollstein. Wie schon bei der erstmaligen Vorstellung des CDU-Spitzenkandidaten für das Amt des Kölner Oberbürgermeisters, Peter Kurth, verwies Hollstein darauf, dass es ein "Weiter So!" mit seiner Partei nicht geben werde. Das gelte auch das "System Köln", so der Kölner Parteivorsitzende. Insgesamt elf Punkte hat sich die Kölner CDU in ihr Arbeitsbuch für die kommenden Jahre Kölner Kommunalpolitik geschrieben. "Wir wollen ein zukunftsfähiges Köln. Wir wollen den politisch-sachlichen Diskurs. Wir wollen ein bürgerlich-selbstbewusstes Köln und wir wollen ein lebens- und liebenswertes Köln", so Hollstein mit Blick auf das Programm. Seine Parteifreunde rief Hollstein dazu auf, ein gutes Vorbild abzugeben. Das bedeutet für den Kreisvorsitzenden zuallererst Geschlossenheit in den bevorstehenden Wahlkämpfen.
Mit Spannung wurde der erneute Antrag des Stadtbezirks Rodenkirchen auf einen sofortigen Stopp der Ausbauarbeiten am Godorfer Hafen erwartet. Die anwesenden Mitglieder lehnten das Ansinnen aber ab. In einer geheimen Abstimmung wendeten sich 58 Prozent gegen den Antrag und bestätigten damit auch die Position der Kölner CDU auf gesamtstädtischer Ebene. Zur Geschlossenheit rief auch der frisch gekürte OB-Spitzenkandidat der CDU, Peter Kurth, auf. "Wenn wir zusammenhalten, haben wir gute Chancen, die Wahl zu gewinnen. Wer in den nächsten Monaten über Parteifreunde etwas sage, möge nur Gutes sprechen oder die Klappe halten – kämpfen wir gemeinsam", gab sich Kurth kämpferisch.

























