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27. 05. 2012
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CDU wiederholt Kritik am Ausbau der U3-Betreuung


19.11.2011 02:00 von:

Schlagwörter: Köln,CDU,Schlieben,Kritik,Ausbau,2011,November,Jugendhilfeausschuss,Jugenddezern

Im August 2013 startet das Kindergartenjahr und es wird ein besonderes sein. Ab diesem Zeitpunkt gilt qua bundesgesetzlicher Regelung ein gesetzlicher Anspruch auf einen Betreuungsplatz. Was in weiten Teilen der neuen Bundesländern dank der dortigen Kinderkrippen längst Standard ist, muss in vielen alten Bundesländern mühsam aufgebaut werden. Zwar steht Köln mit einer bereits erreichten Betreuungsquote von knapp 30 Prozent gar nicht so schlecht dar. Doch das reicht den Christdemokraten nicht, wie deren jugendpolitischer Sprecher Dr. Helge Schlieben in einer Stellungnahmen am heutigen Donnerstag erläuterte. Grund für seine erneute Kritik ist die Tatsache, dass die Stadt derzeit noch 584 Plätze hinter ihrem eigenen ehrgeizigen Zeitplan hinterherhinkt. Statt 8690 weist die Stadt Köln derzeit 8106 Betreuungsplätze aus. Bis zum Start des gesetzlichen Anspruch sollen es 11.500 Betreuungsplätze werden. „Davon sind wir aber noch weit entfernt“, meint der CDU-Politiker und wiederholte damit seine kritische Haltung, die er bereits auf der letzten Sitzung des Jugendhilfeausschusses äußerte (Köln Nachrichten berichtete).

„Jugenddezernentin Dr. Agnes Klein wird es nicht gelingen, bis August 2013 3400 zusätzliche Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren einzurichten. Sie sollte die Eltern frühzeitig vorwarnen, dass sie sich trotz des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz um ein anderes Angebot kümmern müssen“, legte der Bildungspolitiker nach. Unlängst hatte die Stadtverwaltung eine Strategieänderung verkündet, die der Tagespflege einen deutlich größeren Anteil der so genannten Tagespflege zugestand. So sollte das ursprünglich geplante Verhältnis von 80:20 auf 70:30 geändert werden. Für Schlieben und seine Fraktion aber ist das „intransparent“. „Das bedeutet, dass von den noch zu schaffenden 3400 U3-Plätzen nicht mehr wie ursprünglich vorgegeben 2500 in Kindertagesstätten und 900 in der Tagespflege zu schaffen sind, sondern nur noch 1300 in Kitas und 2100 in der Tagespflege“, so Schlieben weiter.

Der CDU-Politiker fordert nun einen regelmäßigen Soll-Ist-Vergleich für den weiteren Ausbau der Betreuungsplätze. Damit solle der Stadtrat verlässlich feststellen können, „wie groß die Versorgungslücke ist“, so sein Argument. Die zuständige Jugenddezernentin und die von ihr geführte Fachverwaltung hatten jedoch auf der letzten Sitzung versichert, dass man noch während dieses Kindergartenjahres weitere Betreuungsplätze herrichten werden. Neben 100 neuen Tagesmüttern und –vätern sollten auch weitere stationäre Kita-Plätze in Betrieb genommen werden. Immerhin liegt Köln mit seiner derzeitigen Betreuungsquote von knapp 30 Prozent deutlich über dem Landesdurchschnitt. Für einen gesetzlichen Anspruch auf einen Betreuungsplatz bedarf es einer Versorgungsquote von 35 Prozent, in Köln liegt die Messlatte gar bei 40 Prozent. Experten vermuten jedoch, dass analog zu den Erfahrungen anderer Altersgruppen in der Bildungskette der tatsächliche Bedarf noch weitaus höher liege.







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