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27. 05. 2012
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CDU will Kosten für Jüdisches Museum senken


07.07.2011 11:27 von:

Schlagwörter: Köln,CDU,Archäologische Zone,2011,Kosten,Neubau,Jüdisches Museum,Kritik,Stadtrat

Das Haus der Jüdischen Kultur oder auch "Jüdisches Museum” genannt steht derzeit wieder im Fokus der Öffentlichen Aufmerksamkeit. Nachdem der zurückliegende Ausschuss für Kunst und Kultur Ende Juni über die Kostensteigerungen berichtete (letzter Stand: 52 Millionen Euro), für den Ausbau der Archäologischen Zone und seine vom Stadtrat beschlossenen Aufbauten aber nur 14,3 Millionen Euro Landesfördermittel im Rahmen der Städtebauförderung und der Regionale 2010 akquiriert werden konnten, üben sich die Christdemokraten nun in finanzpolitischer Zurückhaltung. Ziel müsse es sein, den ursprünglich angedachten Kostenrahmen von 26 Millionen Euro, also die Hälfte der nun veranschlagten Gesamtinvestitionen, einzuhalten. Dazu sollen die Aufbauten auf der Archäologischen Zone weitestgehend beschränkt werden.

Aber nicht nur der finanzielle Aspekt nötigte die Christdemokraten zum Umdenken. Auch aus städtebaulicher Sicht sei über eine Rücknahme der massiven Bebauung auf dem zentralen Rathausvorplatz nachzudenken. Die CDU macht sich dabei zum Anwalt der Umfrageteilnehmer vom Sommer 2008, die in einer öffentlichen Befragung der Stadtverwaltung die Planungen eines zweigeschossigen Museumsaufbaus auf der Archäologischen Zone abgelehnt hatten. "es scheint mir doch so, dass diese Debatte gegen die Bevölkerung geführt wird", erklärte CDU-Fraktionschef Winrich Granitzka bereits im August 2008 im Kölner Stadtrat, als damals unter Tagesordnungspunkt 9.10. die Entscheidung fiel, die weiteren Arbeiten der Archäologischen Zone mit dem Museumsaufbau zu verknüpfen. Auch als ein Jahr später die Finanzierungszusage eines Fördervereins platzte, hielt die Ratsmehrheit am Haus der Jüdischen Kultur in Form des im Juni 2008 beschlossenen Entwurf des Architektenbüros Wandel Hoefer Lorch + Hirsch mit einem neuen Beschluss fest. In beiden Fällen votierte die CDU gegen die Ratsmehrheit.

"Uns ist es wichtig, dass die Geschichte der Juden in Köln als Teil der Kölner Stadtgeschichte dargestellt wird. Auch der Kreis der Direktoren der jüdischen Museen in Deutschland und die Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg, die vom Zentralrat der Juden in Deutschland getragen wird, haben sich gegen ein eigenes Haus und Museum der jüdischen Kultur ausgesprochen", erläuterte Granitzka knappe drei Jahre später die Haltung seiner Fraktion. Gefordert sei nun aus Sicht der CDU-Fraktion ein "integratives Konzept für die Präsentation der Funde auf dem Rathausvorplatz", so der CDU-Politiker weiter. Ein weiteres Anliegen der Christdemokraten liegt in der besseren internationalen Kommunikation des Projekts. Dafür sei es notwendig, den Namen zu ändern. Statt "Archäologischer Zone" soll es zukünftig "Colonia Archaeologica" heißen. Die CDU-Fraktion will auf der bevorstehenden Sitzung des Stadtrates für das eigene Vorhaben werben, hieß es dazu abschließend.







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