27. 05. 2012
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CDU will neuen Architektenwettbewerb
Nachdem die Finanzierungszusage des Fördervereins für das geplante Haus der Jüdischen Kultur nicht zustande kam, sieht die CDU-Fraktion Handlungsbedarf. Am heutigen Montag forderte der Vorsitzende der Fraktion, Winrich Granitzka, einen neuen Wettbewerb für den Überbau der Archäologischen Zone. Nicht richtig sei hingegen, dass es einen akuten Handlungsbedarf für einen sofortigen Baubeginn der Archäologischen Zone gebe. Das bestätigte Fraktionschef Granitzika unter Berufung auf die nordrhein-westfälische Landesregierung. Auch will man vonseiten der Christdemokraten die Förderer des Jüdischen Hauses nicht aus ihrer Verpflichtung und der abgegeben Verpflichtung entlassen, sich doch noch an der Einrichtung eines Ausstellungsortes mit Relikten der jüdischen Kultur in Köln beteiligen zu können. Da sei man offen, erklärte der CDU-Politiker.
Nicht zu machen sei mit seiner Fraktion hingegen der im Architektenwettbewerb ausgesuchte Siegerentwurf des Saarbrücker Architekturbüros Wandel, Hoefer, Lorch + Hirsch, der einen massiven Betonbau vorsah, in den die Etagen des geplanten Hauses hineingehängt werden sollten. Wie aber letztlich die Schutzbauten aussehen werden, konnte und wollte auch Granitzika nicht vorwegnehmen. Zwei Ziele gelte es zu erfüllen, führte Granitzka aus. "Wir wollen eine architektonisch ansprechende Überbauung der Archäologischen Zone und gleichzeitig eine möglichst hohe Aufenthaltsqualität des Ratshausplatzes", so der CDU-Fraktionschef. Vonseiten des politischen Gegners gab es ähnliche Signale. Dass Kölns Oberbürgermeister und Granitzkas Parteifreund Fritz Schramma in der vergangenen Woche den Vorschlag einbrachte, die Stadt Köln solle die Trägerschaft eines überarbeiteten und abgespeckten Hauses übernehmen, sei nicht mit der Fraktion abgestimmt. "Das zeigt, dass wir eine eigenständige Fraktion sind", erklärte Granitzka. Termine, wie sie jüngst in lokalen Medien kommuniziert wurden, sind dem CDU-Fraktionschef indes nicht bekannt. Insofern bleibe es bei der Notwendigkeit, den Fall Archäologische Zone nochmals aufzurollen.
Die Kosten für den ersten Wettbewerb im vergangenen Jahr sowie die bereits erfolgten Planungskosten musste die Stadt ohnehin vorstrecken. Eine Fortsetzung der Planung mit den Siegerentwürfen sei hingegen nicht gewünscht. Am Rande erklärte Granitzka, dass die Möglichkeit der Entkopplung beider Projekte – unterirdische Archäologische Zone und oberirdisches Museum – bereits im ersten Ausschreibungstext verankert war. Trotzdem wählte das Preisgericht ausgerechnet den Entwurf aus, der als einziger eben diese Forderung nicht aufnahm.

























