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27. 05. 2012
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Deutschland-Trend: Konservative Parteien kommen langsam aus Stimmungstief


20.08.2011 16:01 von:

Schlagwörter: Köln,Deutschlandtrend,Wahlforschung,ARD,WDR,Sonntagsfrage,CDU,FDP,SPD,Grüne,Link

Die beiden regierenden Koalitionsparteien in Berlin scheinen nach der jüngsten Umfrage der Wahlforscher für den ARD-Deutschlandtrend das Stimmungstief überwunden zu haben. Die FDP erreicht wieder die so wichtige Marke von fünf Prozent.  

Die beiden regierenden Parteien in Berlin haben in den vergangenen Wochen wieder Boden gut gemacht. Das bestätigte der große Deutschland-Trend des ARD-Morgenmagazins. Das wichtigste Teilergebnis ist die langsame Erholung der FDP. Die Liberalen konnten in dieser Woche mit fünf Prozent erneut um einen Prozentpunkt zulegen und erreichten damit nach längerer Zeit wieder die so wichtige Fünf-Prozent-Hürde, die zum Einzug in Landes- und Bundesparlament berechtigt. Auch der große Koalitionspartner in Berlin, die CDU/CS/U-Fraktion, konnte im aktuellen Wahlforschungsbarometer um zwei Prozentpunkte auf 34 Prozent zulegen. Deutlich verloren haben hingegen die Grünen. Sie büßten in der Wählergunst zwei Prozentpunkte ein, kommen aber weiterhin auf 21 Prozent der Wählerstimmen. Die SPD liegt demnach bei 27, die Linkspartei bei sieben Prozent. Beide Parteien verlieren damit jeweils einen Prozentpunkt gegenüber der letzten "Sonntagsfrage", so die Wahlforscher weiter.

Die Wahlbewegung überrascht ein wenig angesichts der niedrigen Kompetenzvermutung für Bundeskanzlerin Angela Merkel. Mehr als Hälfte der Wahlbürger (55 Prozent) trauten der CDU-Politikerin nicht zu, die Finanzkrise in den Griff zu bekommen. Ein Fünftel der Befragten habe sogar überhaupt kein Vertrauen in die Fähigkeiten der Kanzlerin in Sachen Finanzpolitik. Auf der anderen Seite zeigten 22 Prozent ein großes bzw. sehr großes Vertrauen in die politischen Fähigkeiten der Kanzlerin bei der Finanzpolitik. Die Werte für den französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy sind allerdings noch ein ganzes Eckchen schlechter, wie die Auswertung der Kontrollfrage ergab. Das Thema ist allerdings auch reichlich komplex und nicht frei von Widersprüchen. Eine Mehrheit der Bürger versteht wenig vom Thema Finanz- und Schuldenkrise, 59 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass ihnen das fachliche Verständnis zur Wirtschaftskrise fehlt. Zwölf Prozent verstehen kaum etwas von der monatelange Debatte in der Politik. Immerhin mehr als ein Viertel der Befragten (27 Prozent) sagen von sich, dass sie sehr viel oder viel vom Thema verstehen.

In der aktuellen Umfrage zur Sonntagsfrage erreichen die beiden potentiellen Koalitionspartner SPD und Grüne erstmals seit längerer Zeit keine absolute Mehrheit mehr. Sie kommenden nach der letzten Umfrage nur noch auf 48 Prozent. Sollte es zur einer Wahl mit diesem Ergebnis kommen, wäre dennoch ein Regierungswechsel nach wie vor unausweichlich. Allerdings kommen die Koalitionsparteien aus Berlin mit 39 Prozent wieder näher an das gegnerische Lager heran. Die Umfrage basiert auf einer repräsentativen Stichprobe des Marktforschungsinstituts infratest-dimap. Die Umfrage wurde am 16. und 17. August durchgeführt, die Fehlertoleranz liegt eigenen Berechnungen zufolge bei 1,4 Prozent.







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