27. 05. 2012
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FDP fordert Informationen zur geplanten Rheinbrücke
Der Masterplan sieht es ebenso vor wie die Forderungen der Kölner Industrie- und Handelskammer IHK. Gemeint ist eine zusätzliche Rheinbrücke, die die beiden Rheinseiten miteinander verbinden soll. Nun haben die Kölner Liberalen eine Standortuntersuchung eingefordert. Bereits im Jahr 2002 hatten die Liberalen im Stadtentwicklungsausschuss eine solche Untersuchung von der Verwaltung eingefordert, bis zum heutigen Tag aber sei die Verwaltung dieser Forderung noch nicht nachgekommen. So verhandelt Oberbürgermeister Jürgen Roters derzeit mit seinem Amtskollegen im südlichen Umland über einen möglichen Standort für eine solche Rheinquerung. Maßgabe ist dabei ein möglichst hoher Verkehrswert für die Domstadt. Als möglicher Standort kursierte unlängst die Verbindungen zwischen den Stadtteilen Porz-Langel und Godorf.
"Wenn der Oberbürgermeister nun mit einem Favoriten vorprescht, scheinen ihm Informationen vorzuliegen, die dem Rat bisher vorenthalten wurden", deutete FDP-Fraktionsschef Ralph Sterck an. Die Liberalen richteten ihre Kritik aber auch auf ihren nördlichen Nachbarn. Dort gebe es mittlerweile sieben Brücken, die das größtenteils rechtsrheinische Düsseldorf mit seinen linksrheinischen Stadtteilen oder der Nachbargemeinde Neuss verbinden. Im Großraum Köln/Leverkusen gibt es derzeit lediglich acht, obwohl das Verkehrsaufkommen alleine durch die höhere Bevölkerungszahl deutlich darüber liege. Sterck geht daher von einer "erneuten Bevorzugung der Landeshauptstadt" aus. "Der Rhein ist das Nadelöhr in unserem städtischen Verkehrsnetz", so die Feststellung der Liberalen. Die Kapazitäten der Rheinbrücken, von denen einige in den kommenden Jahren grundlegend saniert werden müssten, seien aber schon jetzt an ihre Grenzen gekommen. Sanierungen, die Verengungen oder gar Komplettsperrungen notwendig machen, würden die Verkehrssituation in der Stadt zusätzlich verschärfen. Sterck forderte daher eine Intensivierung der Planungen für die kommenden fünf bis zehn Jahre. Bei der Finanzierung der neuen Rheinbrücke könnte man zudem private Investoren mit an Bord holen. Beim letzten Düsseldorfer Brückenprojekt habe das auch funktioniert, so Sterck abschließend.

























