27. 05. 2012
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FDP macht mobil gegen geplante Kürzung des Kulturetats
Nur noch zwei Tage bis zum Wahlsonntag. Während die beiden großen Volksparteien prominente Unterstützung für den Kölner OB-Wahlkampf in die Domstadt locken, widmen sich die Liberalen eher den konkreten Problemen der Domstadt. Seitdem der kommissarische Stadtkämmerer Dr. Norbert Walter-Borjans vor Wochenfrist eine massive Kürzung des Kulturetats als Antwort auf die massiven Rückgänge bei den Steuereinnahmen ausgab, regt sich Widerstand nicht nur unter den Kulturschaffenden. Auch Kulturdezernent Prof. Quander hatte in einem Zeitungsinterview entsprechende Pläne abgelehnt. Selbst aus dem Mund des Kämmerers klingt die geplante Kürzung inzwischen wesentlich abgemilderter.
"Der Kämmerer will den Kulturetat um 30 Prozent kürzen? Dann Gute Nacht Kulturstadt!", so lautet der plakative Spruch der neuen rollenden Werbeflächen. Neben einer geplanten Stadtrundfahrt mit dem Wagen wollen die Liberalen zusätzlich Postkarten an die Bürgerinnen und Bürger verteilen. Dies soll allerdings erst in den Abendstunden und im Vorfeld von Kulturveranstaltungen stattfinden. Die Erstpräsentation am gestrigen Freitag fand auf dem Offenbachplatz statt. An der Diskussion um die geplanten Kosten für das neue Opernquartier hatte die Sorgen und Befürchtungen der Skeptiker des Kulturstandorts Köln erneut angefeuert. Statt der geplanten und vom Stadtrat beschlossenen Kostenobergrenze von 230 Millionen Euro sollte das neu gebaute Schauspielhaus und die generalsanierte Oper zuletzt 364 Millionen Euro kosten. Kölns Oberbürgermeister und sein Baudezernent Bernd Streitberger stoppten daraufhin die weiteren Planungen.

























