27. 05. 2012
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Freie Wähler mit Wechsel an der Führungsspitze
Auf ihrer gestrigen Jahreshauptversammlung haben sich die Freien Wähler – Kölner Bürger Bündnis (KBB) eine neue Führungsspitze gegeben. Andreas Henseler, langjähriger Vorsitzender, hatte im Vorfeld angekündigt, nicht mehr für diesen Posten kandidieren zu wollen. Stattdessen soll der Vorsitzende der Ehrenfelder Gruppe, der 50-jährige Martin Klein, zum neuen Vorsitzenden gewählt werden. "Wir haben inzwischen genügend neue Mitglieder mit Engagement und Erfahrung, die Spitzenämter übernehmen können", erklärte Henseler vor der Veranstaltung. Der Vorstand der Freien Wählervereinigung hatte dem Personalvorschlag bereits vorab einstimmig zugestimmt. Auch im Stadtrat wird es eine Neubesetzung geben. Statt Dr. Martin Müser, der seit dem Jahr 2006 im Stadtrat und seit 2004 als Vertreter in der Bezirksvertretung Rodenkirchen saß, tritt ebenfalls von seinem Posten zurück. Als Begründung nannte der promovierte Wirtschaftswissenschaftler fehlende Zeit in seiner Arbeit als selbständiger Unternehmensberater. Für ihn rückt Klaus Hoffmann nach, der bereits zwischen 2004 und 2009 als Vertreter des KBB in der Bezirksvertretung Innenstadt kommunalpolitische Erfahrungen gesammelt hatte. Auf der Veranstaltung stimmten die Mitglieder auch dem neuen Namen Freie Wähler Köln zu.
Der neue Vorsitzende, der auch von der Mehrheit der Mitglieder in sein neues Amt gewählt wurde, ist seit zwei Jahren Mitglied in der Freien Wählergemeinschaft. Hauptberuflich arbeitet der Diplomingenieur als technischer Übersetzer. In seinen Ausführungen bemühte sich Klein um eine Fortsetzung der kritischen Auseinandersetzung mit den Auswüchsen der städtischen Politik. "Wie Andreas Henseler stehe ich für eine stadtteilorientierte Kommunalpolitik, die auf der Grundlage solider Finanzen die Anliegen von Bürgervereinen, Stadtteilgruppen und Initiativen aufgreift. Wir wollen Geld für Stadtteilprojekte und Veedelsaktivitäten ausgeben, statt es für Prestigebauten in der Innenstadt zu verpulvern", so Klein in einer ersten Stellungnahme. Der designierte Ratsherr Klaus Hoffmann kritisierte in seiner Rede die von rot-grün ins Auge gefassten Verkehrsbeschränkungen an der Nord-Süd-Fahrt und an der Rheinuferstraße. "Ich will eine Stadt, die ihre Metropolenfunktion ausbaut und gleichzeitig lebenswert für ihre Bewohner bleibt", so Hoffmann abschließend.
Nach den letzten Kommunalwahlen verloren die Freien Wähler, die im Jahr 2004 als Kölner Bürger-Bündnis mit zwei Mandatsträgern in den Stadtrat eingezogen sind, einen Ratssitz. Aufgrund des Stimmenverlustes verloren sie außerdem sämtliche BV-Mandate. In der vorherigen Ratsperiode saßen die Freien Wähler in den Bezirksvertretungen Innenstadt, Nippes und Rodenkirchen.

























