27. 05. 2012
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Grüne gegen Abschleppinitiative der KVB
Die Kölner Grünen machen sich für Radfahrer stark, genauer gesagt: für die Radfahrzeuge selbst. "Die KVB tut sicherlich gut daran, den Zugang zu ihren Haltestellen für die Fahrgäste so bequem und sicher wie möglich zu gestalten. Dazu gehört auch, dass im Weg stehende Fahrräder entfernt werden", hieß es in einer am gestrigen Donnerstag veröffentlichten Presseerklärung der Kölner Grünen. Die verkehrspolitische Sprecherin der Ratsfraktion, Bettina Tull, entgegnete: "Der positiven Entwicklung einer steigenden Nutzung des Fahrrads als Fortbewegungsmittel innerhalb der Stadt kann die KVB nun nicht dadurch begegnen, dass sie Ihren radfahrenden Fahrgästen die Räder "abschleppt", so die Ratspolitikerin. Die Kölner Grünen, die besonders in der verkehrsreichen Innenstadt viele Anhänger haben, weisen auf die mangelnde Zahl "sicherer Abstellplätze".
Die Haltung der KVB, die am Vortag bei einem Fototermin an der Moltkestraße ihre neue Aktion vorstellten, sei fast paradox, so der insgeheime Vorwurf der Grünen. "Die Stadt Köln unternimmt viele Anstrengungen, um einen Mobilitätswechsel vom Auto auf das Fahrrad oder die Öffentlichen Verkehrsmittel zu erreichen. Diese Anstrengungen tragen mit dazu bei, dass der Radverkehr zunimmt und damit auch das Bedürfnis, sein Fahrrad sicher abzustellen", hieß es dort weiter. Die KVB hatte am Vortag lediglich angekündigt, die Besitzer der Räder vorzuwarnen. Aber abgeschleppt werden soll doch irgendwann. Und wenn die Räder in den Fluchtwegen der Bahnsteige stehen, kann es auch mal schneller gehen, wie die stadteigene Gesellschaft am Vortag begründete.
Die Grünen wollen dieses Problem bei der nächsten Sitzung des Aufsichtsrates thematisieren, hieß es dazu abschließend.

























