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27. 05. 2012
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Innenminister zu Gast in der Domstadt


08.02.2010 19:10 von:

Schlagwörter: Köln,Fachtagung,Tagung,Extremismus,Rechtsextremismus,2010,Innenminister,Oberbürg

Bei 150 Anmeldungen war Schluss. Zusammen mit den Referenten und Workshop-Leiterin waren es wohl rund 180 Experten und Interessierte, die sich am heutigen Montag auf den Weg in den Spanischen Bau des Rathauses machten. Die Teilnehmer waren dabei bunt gemischt, neben Fachleuten aus der Verwaltung, der Politik und Repräsentanten von Vereinen und Initiativen, aber auch interessierte Bürgerinnen und Bürger nutzten die Fachveranstaltung, um sich über Mittel, Wege und Möglichkeiten des bürgerschaftlichen Engagements gegen Extremismus zu informieren. Nach der Eröffnungsrunde gab es zunächst zehn Workshops mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Sport und Bildung waren dabei unter anderem Themen. In einer anschließenden Podiumsdiskussion diskutierten der Kölner DGB-Chef Andreas Kossiski als Vertreter des Kölner Aktionsbündnisses "Köln stellt sich quer", mit einem Vertreter des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes und der Stadt Köln über strategische Ansätze im Kampf gegen (Rechts-)Extremismus.

"Parteien wir die NPD oder pro Köln greifen Themen wie Globalisierung und Hartz IV auf, um fremden- und demokratiefeindliche Einstellungen unter dem Deckmantel des "Sich Kümmerns" vor Ort in die Gesellschaft zu transportieren und Ängste bei Bürgerinnen und Bürgern zu schüren", fasste Wolf den strategischen Ansatz der Rechtsextremen. Der Einzug der Rechtspopulisten, wie sie sich selbst gerne nennen, ist dabei nur ein erster Schritt. Wolf forderte alle Demokraten dazu auf, gemeinsam dem Rechtsextremismus entgegen zu treten. Die erste gemeinsame Veranstaltung von Kommune und Landesregierung sei hierzu so etwas wie ein Signal, so Wolf weiter. "Demokratie ist kein Zustand, der sich von alleine einstellt. Sie muss immer wieder mit Leben gefüllt werden", ergänzte Oberbürgermeister Roters. Die Ergebnisse der zurückliegenden Kommunalwahlen zeigen überdies, dass Rechtsradikalismus keine Randerscheinung mehr sei, so Kölns Stadtoberhaupt.

Einer der Organisatoren ist die Forschungsstelle Rechtsradikalismus im NS-Dokumentationszentrum. Dessen Leiter Hans-Petern Kilguss hat bereits vor mehr als einem Jahr seine Arbeit in der neuen Forschungsstelle mit einer wissenschaftlichen Untersuchung über die Strategie der Rechten veröffentlicht. Die Gäste am heutigen Montag jedenfalls hatten die ausgelegte Exemplare dieses Werkes innerhalb weniger Minuten komplett vergriffen. Auch die anderen Materialien waren sehr beliebt. Kilguss erhofft sich von der Veranstaltung neue Impulse für die weitere Arbeit nicht nur seiner Fachstelle. Er selbst sieht sich dabei vor allem als "Impulsgeber". Im Falle der Katholischen Kirche scheint das funktioniert zu haben. Und so ist auch die Intensivierung des Netzwerks demokratischer Gruppen und Kräfte ein weiterer, vielleicht der wichtigste Zweck dieser Veranstaltung.







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