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27. 05. 2012
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Köln-Kalk: Rechte gehen wieder auf die Straße


16.01.2012 19:00 von:(red)

Schlagwörter: Pro Köln,Rechtsextreme,Aufmarsch,Köln-Kalk,Gegendemo,Protest,Widerstand,Linkspar

Die Zivilgesellschaft stellte sich im November 2011 gegen den Aufzug der "Rechten". Am 28. Januar dieses Jahres steht den Kalkern erneut eine Demonstration von "pro Köln" bevor. Bild: ehu/Archiv Köln Nachrichten

Die als rechtsextrem eingestufte Formation „pro Köln“ hat für den 28. Januar 2012 wieder zu einem Aufmarsch im Kölner Stadtteil Kalk aufgerufen. Bereits am vergangenen Wochenende hatte eine Lokalzeitung dazu ein Statement des amtierenden Kölner Polizeipräsidenten Wolfgang Albers veröffentlicht. Darin schlägt Kölns ranghöchster Polizeibeamter vor, die Demonstranten „einfach zu ignorieren“. Unterdessen rüsten sich die Gegner der Rechten unter dem Dach des gemeinsamen Bündnisses „Kalk macht dicht 2.0“. Nach drei vergeblichen Versuchen, die Kölner Stadtgesellschaft vor der angeblichen „Islamisierung“ zu warnen und den Untergang des Abendlandes herbeizureden, haben sich die Rechten nun die Linken und ihr „Autonomes Zentrum“ an der Wiersbergstraße als Adressat eigener Kampagnen vorgenommen.

Aus Sicht der Polizei wiederholt sich, was bereits im vergangenen Jahr bei der ersten Demo von „pro Köln“ stattfand. Der Polizei als Exekutivbehörde sind die Hände gebunden, die Demonstration kann nicht verhindert werden. Diese Position wiederholte Kölns Polizeipräsident erneut. Dabei zeigte er Verständnis für den Ärger und Frust der Anwohner und Anlieger entlang der Kalker Hauptstraße. Weil Demonstranten und Gegendemonstranten an diesem Samstag das Vormittagsgeschäft vieler Ladenbesitzer erheblich behindern wird, stehen viele Ladenbesitzer dem Treiben vor ihrem Geschäft eher skeptisch gegenüber. Doch der Appell zum Wiederstand durch Nicht-Beachtung kommt nicht bei allen gut an.

Linkspartei kritisiert das "Gewähren-lassen" der Verantwortlichen

Vor allem von der Linkspartei kommt Protest gegen diese Haltung. „Es war und ist Tradition in Köln, dass wir Nazi-Aufmärsche blockieren, uns querstellen und widersetzen. Das wird auch in Zukunft so bleiben! Mit Empörung registrieren wir, dass die Kölner Polizei in den letzten Monaten immer wieder massive Polizeikräfte auffährt, um provozierende und hetzerische Aufmärsche von rechtsextremen Organisationen zu dulden. Dass die Kölner Polizei dafür auch noch öffentlich wirbt, ist mehr als makaber“, erklärte Fraktionssprecher Jörg Detjen, Fraktionssprecher der Linksfraktion im Kölner Stadtrat. Da sich auch Oberbürgermeister Jürgen Roters bereits für diese Form des passiven Widerstandes als Alternative ausgesprochen hat, gerät neben dem Polizeipräsident auch der Oberbürgermeister in den Fokus der Kritik vonseiten der Linken. Linken-Kreisvorstand Torsten Löser kündigte an, einen solchen Strategiewechsel unter keinen Umständen hinzunehmen.







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