27. 05. 2012
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Köln stellt sich auch in diesem Jahr quer
"Köln stellt sich quer – Kein Rassismus bei uns in Köln", so lautet die vollständige Bezeichnung der Aktionswoche, die am Sonntag in einer Woche (25. April 2009) mit einer ersten Aktion der "Schüler gegen Rechts" beginnen. Im Jahr 2008 hatte sich das Bündnis gegen Rechsextremismus und Fremdenfeindlichkeit auf Initiative des Deutschen Gewerkschaftsbundes und anderer Aktionspartner gegründet, um dem angekündigten "Anti-Islamisierungsgipfel" der als rechtsextrem eingestuften Formation "pro Köln" die tolerante und weltoffene Seite Kölns entgegen zu halten. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr, wo man die Aktivitäten vor allem auf die Gegendemonstration am 20. September 2008 konzentrierte, ist der Ansatz in diesem Jahr ein anderer. Bereits jetzt hat das Bündnis einen Flyer mit 25 Veranstaltungen unterschiedlicher Organisationen aufgelistet. "Unser Ziel ist es, in diesem Jahr möglichst viele dezentrale Veranstaltungen durchzuführen", bestätigte Liv Dizinger vom DGB-Region Köln-Leverkusen-Erft-Berg. Wie viele Organisationen und Initiativen tatsächlich inzwischen dabei sind, ließ sich gar nicht so genau ermitteln. Aber in der ersten Phase des Bündnisses im Herbst vergangenen Jahren kamen teilweise mehrere hundert Unterstützungsunterschriften pro Tag rein, wie Dizinger weiter berichtete. Auch in diesem Jahr zeige die Zahl der Veranstaltungen, welch hohes Interesse die Gegner der "Rechtspopulisten" aufbringen, um für ein weltoffenes und tolerantes Köln einzutreten.
Neben dem Gewerkschaftsbund und seinen Branchengewerkschaften wie zum Beispiel der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di sind auch wieder die beiden christlichen Stadtkirchenverbände, der Katholikenausschuss, die großen politischen Parteien sowie zahlreiche andere Initiativen und gesellschaftliche Gruppen dabei. Mit Bedauern haben die Organisatoren schon im vergangenen Herbst zur Kenntnis genommen, dass die CDU als einzige der demokratischen Parteien nicht an dem Bündnis teilnehmen wollte. Oberbürgermeister Fritz Schramma aber, obwohl selbst CDU-Mitglied, stellt sich auch in diesem Jahr wieder in den Dienst der Sache und fungiert als Schirmherr von gleich zwei Veranstaltungen im Rahmen dieser Reihe, unter anderem auch der offiziellen Gegenveranstaltung, die am 9. Mai ab 12:30 Uhr auf dem Roncalliplatz stattfinden soll. Ausrichter ist das Büro für internationale Angelegenheiten der Stadt Köln. Am gleichen Tag aber bereits ab 11 Uhr ruft das Bündnis selbst zu einer Gegendemonstration auf dem heumarkt auf, erwartet werden auch hier mehrere Tausend Besucher. Neben der CDU sind auch die beiden Wirtschaftskammern IHK und Handwerkskammer nicht offizielle Mitglieder des Aktionsbündnis. Allerdings ließen sie bereits im vergangenen Jahr keinen Zweifel daran, dass auch sie und ihre Mitglieder den Inhalt und die Ausrichtung des Aktionsbündnisses gegen Rechts voll und ganz unterstützen. Neben den genannten Bündnispartnern hat die Volkshochschule Köln (VHS) aus gegebenem Anlass eine eigene Veranstaltungs- und Fortbildungsreihe ins Leben gerufen. Die Veranstaltungsreihe "Aktiv für Demokratie – gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit" richtet sich an Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen und will Workshops, Vorträge, Kinoaufführungen aber auch Stadtteilführungen zu diesem Themenkomplex durchführen. Die VHS arbeitet dabei eng mit der vor wenigen Monaten ins Leben gerufenen Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus am NS-Dokumentationszentrum zusammen.
Weitere Informationen sowie den Flyer mit den Veranstaltungen zwischen dem 25. April und 28. Mai dieses Jahres finden Sie auf der Internetseite des DGB unter: www.. Die Veranstaltungsreihe selbst soll auch über den genannten Zeitraum hinaus fortgesetzt werden.

























