27. 05. 2012
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Kölner Bürger Bündnis eröffnet Europa-Wahlkampf
Die Freien Wähler formieren sich zunehmend zu einer Alternative zu den etablierten politischen Parteien. Während die Freien Wählergemeinschaften vor allem in den süddeutschen Kommunen und inzwischen auch im bayerischen Landtag immer mehr zu einem politischem Machtfaktor werden, gibt es nördlich des Mains noch Nachholbedarf. Zwar haben bei den letzten Kommunalwahlen die Freien Wähler landesweit bereits beachtliche Stimmenzuwächse verbucht, in der Mehrheit der großen Kommunen des Landes sind die Freien Wähler kaum über den Status einer politischen Gruppe hinausgekommen. Das zu ändern, sind die Freien Wähler in das Superwahljahr auch mit einer Spitzenkandidatin für die Europawahlen angetreten. Und so war der große Saal des Senatshotels in der Kölner Innenstadt am gestrigen Freitagabend gut gefällt, als die Freien Wähler hier ihren Europa-Wahlkampf einläuteten. Die Bonnerin Astrid Helbig will sich als Repräsentantin der Freien Wähler um einen Sitz im Luxemburger Parlament bewerben, angesichts des Wahlmodus werden ihr aber eher geringe Chance eingeräumt. Da sind die Aussichten der zumeist kommunal organisierten Wählergemeinschaften in Richtung Landtag schon wesentlich aussichtsreicher, wie auch der eigentliche Stargast des Abends, die ehemalige CSU-Landrätin und Repräsentantin der Freien Wähler aus Bayern, Gabriele Pauli, aus eigener Erfahrung. Bei den Landtagswahlen im vergangenen Jahr erreichten die Freien Wähler auf Landesebene beachtliche acht Prozent und sorgten damit auch für ein Ende der CSU-Alleinherrschaft im Freistaat.
Freie Wähler als ideologiefreie Alternative zu den Parteien
Die Freien Wähler präsentierten sich dabei auch auf der gestrigen Veranstaltung als neue politische Kraft, die sich den Interessen der Bürgerinnen und Bürger ohne Ideologien verpflichtet sieht. Die Wahlen zum Europäischen Parlament sind dabei ein guter Auftakt und eine Einstimmung für die bevorstehenden Kommunalwahlen, die nach derzeitigem Stand der Dinge am 30. August 2009 stattfinden sollen. : "Mit dem Wahlkampfauftakt in Köln wollen die Freien Wähler mit Gabriele Pauli für das Rheinland deutlich machen, dass Europa- und Kommunalwahl für uns zusammengehören", so KBB-Chef Andreas Henseler. "Wir kommunalen Mandatsträger erwarten von der EU, dass sie auf die Belange der Gemeinden Rücksicht nimmt und nicht ohne Rücksprache belastende Vorschriften erlässt. Wir sind Anhänger der Europäischen Gemeinschaft", bekräftigte der Kölner Ratsherr und Oberbürgermeister-Kandidat des KBB, Dr. Martin Müser. Hauptaufgabe der Freien Wähler sei es, "frischen Wind in die bürokratischen Strukturen zu bringen", erklärte auch die streitbare ehemalige CSU-Landrätin Pauli, die zum Auftakt der heißen Wahlkampfphase extra in die Domstadt gereist war. "Europa muss sich von einem Staatenbund zu einem Europa der Regionen wandeln, in dem der Mensch im Mittelpunkt steht", so die Spitzenkandidatin der Freien Wähler für die kommenden Europawahlen. Ob die in Süddeutschland so erfolgreichen Wählergemeinschaften ihren Einzug auch in das Europaparlament halten können, hängt nicht zuletzt davon ab, ob es den Freien Wählern gelingt, die Unzufriedenen für sich zu gewinnen. : "Wir müssen in den Großstädten bei der Europawahl die Freien Wähler vor allem für diejenigen attraktiv machen, die sich von den Parteien abgewandt haben und Nichtwähler geworden sind", so Helbig, die als Europa-Kandidatin der Freien Wähler im Rheinland antritt.

























