27. 05. 2012
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Kölner Bürger-Bündnis tritt Landesverband bei
Wie die Formation Kölner Bürger-Bündnis (KBB) am heutigen Mittwoch in
einer Presseerklärung bekannt gab, sei nach der ersten
Regionalkonferenz ein Koordinierungskreis ins Leben gerufen worden.
Neben dem KBB sind auch Vertreter der Freien Wähler in Bonn, Krefeld,
Essen, Euskirchen und Mülheim/Ruhr in dem Gremium vertreten. Am
kommenden Samstag wolle man auf dem Folgetreffen über das weitere
Vorgehen beraten. Erklärtes Ziel ist es, den Freien Wählern Zugang zu
den Landschaftsversammlungen zu ermöglichen. Zwar habe man schon 2004
so genannte „Reservelisten“ an den Landschaftsverband Rheinland (LVR)
sowie die beiden Regionalräte in Köln und Düsseldorf versendet. Diese
wurde aber damals zurückgewiesen.
Rechtsstreit wird im Oktober entschieden
Schon längere Zeit ist daher ein Verfahren von den Verwaltungsinstanzen
anhängig, dass Ende Oktober höchstinstanzlich entschieden werden soll.
NRW-Wählergemeinschaften hatte gegen die Nichtzulassung geklagt.
Allerdings deutet alles darauf hin, dass die Wählergemeinschaften im
Landesverband eine Doppelstrategie verfolgen wollen. So kündigte das
KBB an, sich mit dem LVR auf Kriterien zu verständigen, die eine
Zulassung zu den entsprechenden Gremien zu ermöglichen. Ein gemeinsames
Wahlprogramm ist eine dieser Voraussetzungen, aber auch dieses Problem
werden man lösen, deuteten die Verantwortlichen an. KBB-Chef Andreas
Henseler gibt sich indes zuversichtlich: „Die Freien Wähler werden auf
jeden Fall in der nächsten Landschaftsversammlung Rheinland vertreten
sein. Erstens erfüllen wir die Bedingungen, die der LVR vorgegeben hat
– und zweitens werden wir vor dem Bundesverwaltungsgericht obsiegen“,
ist sich Henseler sicher.
Landesweit erhoffen sich die Wählergemeinschaften, die in den südlichen
Bundesländern längst zur dritten Kraft geworden sind und selbst in
größeren Städten bereits beachtliche Wahlerfolge erzielten, ein
ähnliches Ergebnis wie bei der letzten Kommunalwahl. Landesweit
entschieden sich nach Angaben des Kölner Bürger Bündnisses rund acht
Prozent der Fehler für eine solche Formation. Landesweit kommen die
rund 400 Wählergemeinschaften in NRW auf insgesamt rund 1500
Mandatsträger.

























