27. 05. 2012
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Kölner Bürger-Bündnis will Gründung einer Bundespartei nicht unterstützen
Das Kölner Bürger Bündnis (KBB) hatte sich eindeutig mehr von den Europawahlen am vergangenen Sonntag erwartet. Auf dem fast einen Meter langen Wahlzettel standen die Freien Wähler auf dem Listenplatz 27, also relativ weit unten. Mit der Spitzenkandidatin der Freien Wähler, der ehemaligen Fürther CSU-Landrätin Gabriele Pauli, haben sich auch die Freien Wähler in Köln europapolitisch positioniert, auch wenn der Vorsitzende des Kölner Bürger Bündnisses, Andreas Henseler, keinen Hehl daraus macht, dass er und seine Mitstreiter diese Unterstützung nur widerwillig gewährt hat. Auf Landesebene hatte sich das Kölner Bürger Bündnis gegen eine Beteiligung an den Europawahlen ausgesprochen. Der Forderung Paulis und anderer nach Gründung einer Bundespartei wollen die Freien Wähler in Köln allerdings nicht nachkommen. "Für die Initiative von Gabriele Pauli zur Gründung einer Bundespartei der Freien Wähler gibt es diese Unterstützung nicht", stellte Henseler fest.
Die Liste der Freien Wähler erreichte bei den zurückliegenden Europawahlen lediglich 0,37 Prozent der Stimmen. In absoluten Zahlen waren das 1103 Stimmen, die das 2004 gegründete Bürger Bündnis erreichte. Damit lagen sie deutlich hinter der Piratenpartei, die mit 2996 Stimmen immerhin rund ein Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte. Die Wahlanalyse des Vorsitzenden fällt dementsprechend wenig schmeichelhaft aus. "Das Ergebnis der Europawahl ist für die Freien Wähler einer Schlappe. In Köln reichte die Zeit nicht, um die eingeführte Marke Kölner Bürger Bündnis (KBB) auf das Europa-Label Freie Wähler umzustellen. Ein zusätzlicher Nachteil war der Listenplatz 27 auf dem meterlangen Stimmzettel", so die Kurzanalyse von Henseler. Trotzdem sieht der KBB.Vorsitzende im Wahlergebnis einen Spiegel der Aktivitäten der Freien Wähler in den Stadtteilen, wenn auch auf zu niedrigem Niveau. "Dort wo wir aktiv sind, z. B. gegen die Straßenbahnquerung der Rheinuferstraße, liegen unsere Ergebnisse über dem Durchschnitt. Die Freien Wähler werden daher das Wahlergebnis gründlich analysieren und daraus Konsequenzen für die Kommunalwahl ziehen", hieß es aus dem Bündnis weiter. Dabei trauen sich Henseler und seine Mitstreiter für die bevorstehenden Kommunalwahlen durchaus mehr zu als die nun erreichten rund 1100 Stimmen. Schon in der kommenden Woche wollen die Freien Wähler direkt vor dem Rathaus gegen die geplante Bebauung des Rathausplatzes protestieren. Die Veranstaltung findet am kommenden Mittwoch (17. Juni 2009) statt.

























