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27. 05. 2012
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Kölner Bürger Bündnis will Opernquartier neu konzipieren


29.05.2009 16:20 von:

Schlagwörter: Köln,Oper,Opernquartier,Neubau,Kölner,Bürger,Bündnis,2009

Es gehört zu den größten Projekten, die in den kommenden drei bis fünf Jahren das Stadtbild an einer ganz zentralen Stelle in der Kölner Innenstadt mitprägen. Für geschätzte 238 bis 270 Millionen Euro wird auf dem Opernplatz das Ensemble der Bestandsbauten für Oper und Schauspiel neu geordnet. Während der 1957 von Wilhelm Riphahn entworfene Opernbau denkmalgeschützt ist und somit weitgehend erhalten bleibt, plant die Stadt für das Schauspiel einen spektakulären Neubau. Besonderer Clou ist ein drei Meter breiter und mehre Dutzend Meter langer Werkstatttunnel, der einen Blick auf die Arbeit eines Kultur- und Bühnenbetriebs werfen soll. Insbesondere bei der Neugestaltung des Opernbaus äußerte das KBB heftige Kritik. Die derzeitigen Planungen sehen eine Art weißes Emaille vor, das als neue Außenfassade für den Opernbau dienen soll. Das Aussehen des Ensembles hat sich dadurch nur unwesentlich verändert. Ein Betonklotz bleibt ein Betonklotz, auch wenn man ihn weiß emailliert", so die Kritik des Oberbürgermeister-Kandidaten Dr. Martin Müser.

Noch deutlicher wurde der Bezirksvertreter des Bündnisses in der Bezirksvertretung Innenstadt, Klaus Hoffmann. Nach den Erfahrungen mit dem U-Bahnbau und dem Bau des Kulturzentrums am Neumarkt (KAN) meldete Hoffmann Bedenken an, ob die derzeit noch gültige Deckelung der Baukosten auf 230 Millionen Euro noch lange Bestand haben wird. Die kürzlich vorgelegten Zahlen zur voraussichtlichen Entwicklung der kommunalen Einnahmen lassen vermuten. Im kommenden Haushaltsjahr, über dessen Haushaltsplan im Herbst dieses Jahres im neuen Stadtrat beraten wird, fehlen 350 Millionen Euro. Die Kosten des Archivs könnten sogar jenseits der eine Milliarde Euro-Grenze liegen. "Mit dem Geld könnte man 100 Schulen auf einen Schlag sanieren und modern ausstatten. Dieses Projekt weiterlaufen zu lassen, ist verantwortungslos", so Hoffmann.

Mit einer Unterschriftenaktion gegen den geplanten Opernneubau. Stattdessen schlagen die Freien Wähler eine Entkernung des Operngebäudes vor und verlangen ein neues Konzept. "Das ganze darf nicht mehr als 100 Millionen Euro kosten. Die derzeitige Planung muss sofort gestoppt werden", so der Vorsitzende der Freien Wähler in Köln, Andreas Henseler. : "Wir gründen heute einen Aktionskreis gegen den Opernneubau und fordern die Kölner und Kölnerinnen dazu auf, durch aktive Teilnahme an Veranstaltungen und Aktionen vor der Kommunalwahl am 30. August den Größenwahn des Parteienklüngels zu stoppen. Als nächstes ist am 17. Juni eine gemeinsame Veranstaltung mit den Gegnern der Bebauung des Rathausplatzes geplant", ergänzte Detlev Hagenbruch, neuer Sprecher des KBB im Stadtbezirk Innenstadt abschließend. Hagenbruch wurde zugleich zum Sprecher des Arbeitskreises bestimmt.

Das Opernquartier wird den Stadtrat auf seiner gesamten fünfjährigen Legislaturperiode begleiten. Der Kulturausschuss hat auf einer seiner letzten Sitzungen bereits beschlossen, im kommenden Jahr einen ständigen Unterausschuss zu bilden. Allerdings ist schon jetzt klar, dass das Gesamtprojekt "Opernquartier" schon jetzt deutlich teurer wird. Zu den reinen Baukosten gesellen sich zusätzliche Kosten wie das aufwändige Bespielen verschiedener Orte. Das zwischenzeitlich heftig umstrittene Übergangskonzept soll jeztzt deutlich weniger kosten. Zusätzliche technische Anforderungen an Bauhöhe, Fassadengestaltung und Verkehrsinfrastruktur werden weitere Millionen Euro verschlingen. Auf keinen Fall will sich die Politik noch einmal so düpieren lassen wie zuletzt beim Bau des Kulturzentrums am Neumarkt.





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