27. 05. 2012
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Kölner CDU fordert Stadt zum Durchgreifen auf
Die Kölner Christdemokraten haben den Verantwortlichen in der Stadt mangelnde Durchsetzungsfähigkeit vorgeworfen. Anlass für die Kritik an Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD) ist die nach wie vor laufende Besetzung der KHD-Kantine im Kölner Stadtteil Kalk. Nach dem Willen der Besetzer soll hier ein autonomes Zentrum entstehen. "Hurra, wir haben endlich wieder zu den urbanen Metropolen Zürich, Amsterdam und Wien aufgeschlossen", kommentierte der Kreisverband der CDU die Entwicklung in Kalk mit der entsprechenden Portion Sarkasmus. "Wie schon in den 80er Jahren wird wieder gesprayt und bis tief in die Nacht für den Weltfrieden und anderes getrommelt", so die CDU weiter. Was die Konservativen wirklich davon halten, kommt im nächsten Satz der Presseerklärung zum Ausdruck. "Die Anwohner sind mit recht auf der Palme und genervt", hieß es dort weiter.
Zwar unterstützt die Stadt die Eigentümerin des Gebäudes, eine Tochtergesellschaft der Sparkasse KölnBonn. Auch die Stadtspitze hatte sich vor wenigen Wochen ausdrücklich hinter die Forderungen der Sparkasse gestellt. Bei einem gemeinsamen Termin Ende vergangenen Monats kam es jedoch nicht zu der von der CDU geforderten Räumung. Stattdessen besichtigte das Bauaufsichtsamt die Liegenschaft, um eine mögliche Gefährdung eines Aufenthalts in dem Gebäude auszuschließen. "Die Mission der Hausbesetzer war bis hierhin durchaus erfolgreich, sie haben den OB vorgeführt, Spaß gehabt und die Sparkasse KölnBonn an den Pranger gestellt", erklärte die stellvertretende Kreisvorsitzende der Kölner Christdemokraten, Gisela Manderla. Stattdessen forderten die Konservativen eine Räumung des Gebäudes. "Stringenz und Kompetenz sehen anders aus", so die abschließende Kritik in Richtung Verantwortliche.
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