27. 05. 2012
Seite drucken
Liberale unterstützen Forderungen des Wirtschaftsdezernenten
Er halte es für falsch, auf diesem „Filetstück“ lediglich Kohle und
Stahl verladen und transportieren zu wollen. Stattdessen schwebe ihm
eine Neugestaltung des Areals ähnlich der Entwicklung im Kölner
Rheinauhafen vor. Die Bedenken von HGK und Kernbündnis den
Industriestandort Deutzer Hafen erhalten zu wollen halte er demnach für
ein „wichtiges Argument“, aber keinesfalls das alleinig
ausschlaggebende.
Nun hat Walter-Borjans Unterstützung von der FDP im Kölner Stadtrat
erhalten. Wie der Wirtschaftsdezernent auch sehen die Kölner Liberalen
die Zukunft des Deutzer Hafens eher in einer kompletten Neugestaltung
weg von den „alten“ Industrien, hin zu einem städtebaulichen
„Leuchtturmprojekt“. Die derzeitige Belegung des Hafengeländes ist nach
Ansicht des FDP-Fraktionschefs Ralph Sterck „nicht vertretbar“.
Vielmehr müsse die Stadt auch nach Vollendung von Rheinauhafen (bis
2010) und MesseCity (bis 2015) weitere Flächen bereit stellen, die als
attraktive Entwicklungsgebiete für Neuansiedlungen genutzt werden.
„Sonst gehen Investitionen und Ansiedlungen an Köln vorbei“, warnte
Sterck. Nun sei vor allem der Oberbürgermeister gefragt. Der müsse
Führungsstärke beweisen, dürfe dabei aber nicht nach Ratsmehrheiten
schauen, sondern müsse für eine Vision für den Deutzer Hafen bis 2020
kämpfen, forderte Sterck weiter.
Eine für September geplante Beschlussvorlage der Verwaltung ist nach
dem Einspruch des Wirtschaftsdezernenten zunächst einmal gestoppt
worden. Zwischen Walter-Borjans und seinem Kollegen, dem für
Stadtplanung zuständigen Dezernenten Bernd Streitberger, herrscht in
diesem Punkt offener Dissens. Derzeit ist noch nicht absehbar, ob bis
zum geplanten Zeitpunkt der Einbringung tatsächlich eine einheitliche
Verwaltungsmeinung hergestellt werden kann.

























