27. 05. 2012
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Pro NRW "shanghait" Altkanzler Helmut Schmidt
Große Verärgerung bei Kölns SPD: In zahlreichen Briefkästen liegen Postkarten, mit denen die als rechtsextrem eingestufte Formation „pro NRW“ Unterschriften für eine Petition gegen den EU-Beitritt der Türkei wirbt. Peinlich für die Sozialdemokraten: Zitiert wird darauf auch der mit Foto abgebildete Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt mit dem Satz „Man kann aus Deutschland mit immerhin einer tausendjährigen Geschichte seit Otto I. nicht nachträglich einen Schmelztiegel machen.“
„Der Satz ist aus dem Zusammenhang gerissen“, stellt SPD-Geschäftsführer Frank Mederlet klar. Da Schmidt aber eine Person der Zeitgeschichte sei, habe man keine rechtlichen Möglichkeiten, dies zu verhindern. „Wir werden aber mit allen demokratischen Mitteln gegen diesen rechtsextremen Nährboden unmenschlicher Propaganda kämpfen“, kündigt er an.
Pro NRW verbindet in seiner Propaganda den Islam u.a. mit Zwangsheirat, Ehrenmorden und Zwangsbeschneidungen von Frauen. Diese Fakten sind allerdings weniger religiös begründet als einem patriarchalischen Gesellschaftssystem geschuldet. Auch im katholischen Italien wurden sogenannte Ehrenmorde bis weit in die 1960er Jahre akzeptiert.


























