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27. 05. 2012
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SPD-Spitze spricht sich zum Wahlkampfstart in Köln Mut zu


09.05.2009 19:54 von:

Schlagwörter: Köln,Wahlkampf,Wahlkampfauftakt,Palladium,2009,Europawahl,Steinmeier,Müntefering

Vier Wochen vor den Wahlen zum Europäischen Parlament haben die Sozialdemokraten sich am gestrigen Freitagabend auf den bevorstehenden Wahlkampf eingestimmt. Im Palladium in Köln sprachen Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier und SPD-Chef Franz Müntefering zu den rund 1200 Delegierten und Parteianhängern und gaben dabei ein ehrgeiziges Ziel an. Die SPD will wieder stärkste politische Kraft in Deutschland werden. Während Kanzlerkandidat Steinmeier sich vor allem den politischen Gegner vornahm, richtete Parteichef Müntefering sich eher programmatisch an seine Parteigänger. Spitzenkandidat der SPD für das Europaparlament ist Martin Schulz. Er wolle sich vor allem um Themen kümmern, "die die Menschen bewegen", erklärte er den anwesenden Anhängern.

Partei hofft auf Linksruck

Die Partei hofft bei den bevorstehenden Wahlen auf einen deutlichen Linksruck. So appellierte beispielsweise Parteichef Müntefering an das soziale Gewissen seiner Parteifreunde und gegen den "ungebändigten Kapitalismus und Steueroasen". 2009 sei das Jahr, um die Weichen für das kommende Jahrzehnt zu stellen. "Eine Ausbeutung von Arbeitnehmern hat nichts mit sozialer Marktwirtschaft zu tun", so der Parteichef weiter. Hier unterstützte er seinen Parteifreund und Kanzlerkandidat Steinmeier. Wer bei den kommenden Wahlen schwarz-gelb wähle, müsse mit weiteren Steuererleichterungen, weniger Kündigungsschutz und einem Ausbau der Atomenergie rechen, so Müntefering. Auch Steinmeier kritisierte den politischen Gegner scharf. Die CDU/CSU beschäftige sich derzeit vor allem mit sich selbst, die Partei sei zerstritten und unentschlossen, so der amtierende Außenminister weiter. Allerdings forderte der SPD-Spitzenkandidat auch ein Festhalten an dem Gedanken der Europäischen Integration. Die allerdings müsse sich um den Aufbau einer sozialen Ordnung bemühen, nur so könne die zerstörerische Kraft des Marktes "zivilisieren", so der Kanzlerkandidat abschließend.







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