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21. 10. 2014
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Breite Mehrheit für Ablehnung der Ultimate Fighting-Veranstaltung


27.03.2009 19:05 von:

Schlagwörter: Köln,Beschlussm,einstimmig,Ablehnung,Kölnarena,Freefighting;UCF,99

Es ist eine besondere brutale Sportart. Beim so genannten "FreeFight" treten zwei Kontrahenten in einem Maschendrahtkäfig gegeneinander an. Das Motto der Ultimate-Fighting-Events ist: Zwei Männer gehen in den Ring, nur einer kommt wieder heraus, so beschreibt Antragsteller Dr. Martin Müser vom Kölner-Bürger Bündnis (KBB) die am 13. Juni dieses Jahres, von der Veranstaltungsagentur Marek Lieberberg organisiert, in der Kölnarena stattfinden soll. Die Organisation erhoffen sich ein volles Haus, wie sie am 3. März anlässlich einer Pressekonferenz erklärten. Nach Angaben der Veranstalter soll neben der besonders brutalen FreeFight-Veranstaltung auch andere Ultimate-Fighting-Disziplinen zu sehen sein, unter anderem auch Kämpfer der besonders in Fernost ausgesprochen beliebten Serie "K-1". Dort besuchen bei den Ausscheidungen regelmäßig Zehntausende Besucher das Event.

Kommunalpolitiker zeigen sich empört

Nicht nur aufgrund der Erfahrungen mit Gewalt und Aggression während der ersten beiden Tage des diesjährigen Straßenkarnevals äußerte der Kölner Stadtrat sein ausdrückliches Missfallen. Zwar zählt insbesondere das "K-1" inzwischen – auch dank der regelmäßigen Ãœbertragungen auf dem Sender Eurosport – zu einer etablierten Kampfsportart mit vollen Häusern und hohen sechsstelligen Preisgeldern. Den Kölner Stadtverordneten ist diese Form des Sports aber deutlich zu brutal. So fordert der Ratsantrag des KBB-Vertreters Dr. Martin Müser den Stadtrat dazu auf, die Veranstaltung zu missbilligen und das Management der Kölnarena dazu aufzufordern, auf zukünftige Veranstaltungen dieser Art zu verzichten. Die FDP beantragte darüber hinaus, die Einhaltung der ordnungsrechtlichen Rahmenbedingungen zu überprüfen.

In ihrer Beurteilung ließen alle Redner keinen Zweifel daran, was sie von Kampfsportarten dieser Art halten. "Dass die Veranstaltung zu einer Verrohung der Sitten beiträgt, ist nachvollziehbar. Es gibt bereits erste Todesfälle", kritisiert Müser. Dr. Ralf Elster von der CDU zeigte sich froh darüber, dass der Antrag gestellt wurde. "Unglaublich, was für Schwachsinnformate über den Atlantik schwappen", erboste sich der CDU-Politiker. Während SPD-Ratsfrau Monika Wiesemann die Kampfsportart als "menschlichen Hahnenkampf" bezeichnet und den Initiatoren sogar einen rechtsradikalen Einfluss zuordnet, machte FDP-Sportpolitiker Manfred Wolf auf die Grenzen der Einflussmöglichkeiten aufmerksam. Zwar sei auch er gegen eine solche Veranstaltung. Aber man könne das nicht so einfach verbieten, räumte Wolf ein.

Der Antrag selbst wurde mit der Ergänzung der FDP und – auf Anregung der SPD – einer schärferen Formulierung einstimmig verabschiedet. Oberbürgermeister Fritz Schramma versicherte, dies der Geschäftsführung der austragenden Kölnarena weiter zu geben.







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