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26. 10. 2014
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Ehrenamtskarte soll kostenneutral bleiben


06.05.2009 06:32 von:

Schlagwörter: Köln,Ehrenamt,Ehrenamtskarte,Kosten,CDU,Kernbündnis,Änderungsantrag

Die Unterstützung und Anerkennung von ehrenamtlichen Aktivitäten hat in Köln eine lange Tradition und in den vergangenen Jahren noch einmal einen deutlichen Schub erhalten. Der Antrag der CDU-Fraktion auf Einführung einer Ehrenamtskarte mit Vergünstigungen wurde von SPD und Grünen indes abgeschwächt. Auch das Argument von CDU-Fraktionschef Winrich Granitzka, dass es sich bei dem Antrag seiner Fraktion lediglich um einen Prüfauftrag handelt, wollte das Kernbündnis nicht unkommentiert lassen. In ihrem Änderungsantrag weiteten SPD und Grüne den Prüfauftrag sogar noch etwas aus. "Wir sehen das Konzept eher skeptisch, es sei denn, das Land NRW beteiligt sich", so der Vorsitzende des Ausschusses Soziales und Senioren, Walter Kluth (SPD). Noch deutlicher wurde der sozialpolitische Sprecher der Grünen, Ossi Helling. "Sie haben den Antrag einfach von der Homepage der Landes-CDU kopiert. Die Landesregierung gibt mal wieder Vorgaben, aber keine materiellen oder finanziellen Ressourcen dazu", begründete der Grünen-Politiker den gemeinsamen Antrag von Rot-Grün.

Vielfältige Aktivitäten rund um das Ehrenamt

Dabei ist Köln weit davon entfernt, den schätzungsweise 200.000 ehrenamtlich aktiven Personen in Köln keine Wertschätzung entgegen zu bringen. Eher das Gegenteil ist der Fall, wie die Vertreter des Kernbündnisses den Antragstellern entgegen halten. So gibt es in Köln unter anderem eine Förderstelle zur Anerkennung bürgerschaftlichen Engagements im Amt des Oberbürgermeister (FABE), ein Netzwerk bürgerschaftliches Engagement, einen Ehrenamtstag samt Preisverleihung sowie gleich fünf Freiwilligenagenturen. "Die Förderung ehrenamtlichen Engagements hat in dieser Stadt eine lange Tradition", erklärte Kluth. "Wir haben ein Netzwerk geschaffen und Beschlüsse gefasst, um die uns andere Kommunen beneiden", ergänzte Helling. Allerdings wollten SPD und Grünen der Idee einer zusätzlichen Würdigung von Ehrenamtlern nicht wirklich absagen. Allerdings müsse dies weitgehend kostenneutral sein, keine finanziellen Vorleistungen der Kommune beinhalten und ohne zusätzlichen Personalaufwand zu schaffen sein, wie Helling darlegte. Die Liberalen hingegen wollen ihre Meinungsbildung vom weiteren Vorgehen und den Vorschlägen der Stadtverwaltung abhängig machen. Winrich Granitzka hingegen kritisierte den Änderungsantrag. "Sie wollen alles Mögliche prüfen lassen, wir möchten einen einfacheren und effizienteren Weg", kommentierte der CDU-Fraktionschef den Gegenantrag des politischen Kontrahenten.

Der Änderungsantrag wurde mit den Stimmen von SPD, Grünen und der Linken mit Mehrheit beschlossen.







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