19. 06. 2013
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Einen Köln-Tag mit freiem Eintritt in Kölner Museen
Minderjährige sollten sich die ständigen Sammlungen
der Museen generell kostenlos anschauen können, gleiches soll für
KölnPass-Besitzer und Auszubildende und Schüler gelten, hieß es in dem
Antrag weiter. Grund für den Vorstoß ist zudem, dass nach Recherchen
des Kernbündnisses der Kostendeckungsgrad gerade bei den ständigen
Sammlungen im Durchschnitt bei nur 5,6 Prozent der anfallenden
Gesamtkosten liege. Rot-Grün will damit auch neue Zielgruppen in die
Museen locken, hieß es dazu weiter.
OB sagt grundsätzliche Unterstützung zu
Auch Kölns Oberbügermeister Fritz Schramma und die Liberalen im
Stadtrat nahmen den Ball gerne auf. „Ich unterstütze die Initiative“,
erklärte Schramma einen Tag nach dem Eingang des Antrags in seinem Amt.
Schramma wies allerdings darauf hin, dass der Vorstoß bereits früher
einmal eingebracht wurde. Vor einem Beschluss sollten jedoch noch
einmal die Kosten für eine Realisierung durchgerechnet werden. Im
Gegensatz zu den Antragstellern will Kölns Stadtoberhaupt das Angebot
eines Köln-Tags auch auf die Zielgruppe der Touristen ausdehnen. „Als
Vorsitzender der Region Köln/Bonn e.V. trete ich dafür ein, auch den
Gästen von außerhalb freien Eintritt zu gewähren. Zusätzliches Personal
einzustellen, um von auswärtigen Gästen Eintrittsgelder zu kassieren,
mache keinen Sinn. Ein Köln-Tag sei vor allem ein Instrument, um
zusätzliche Gäste in die Stadt zu locken, argumentierte Schramma. Die
FDP, deren Altbürgermeister Jan Brügelmann den Vorschlag eines
Köln-Tages bereits im Rahmen eines „Herrenessens“ im Förderverein für
das Kölner Stadtmuseum vorgestellt hatte, sprach in diesem Zusammenhang
von „Etikettenschwindel“.
Den Argumenten Schramma stellte der stellvertretende
Fraktionsvorsitzende der Grünen Jörg Frank entgegen, dass zum einen der
Vorschlag keine Einflüsse auf die Personalstärke der Museen habe. Zum
zweiten bleibe seine Fraktion bei dem Vorhaben, den Tag des Freien
Eintritts nur Kölner Bürgerinnen und Bürgern zu gewähren. „Der OB
scheint Sinn und Zielsetzung zukunftsweisender Regionalpolitik nicht zu
verstehen“, kommentierte Frank abschließend.






















