19. 06. 2013
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Gutachten bestätigt Wirtschaftlichkeit des geplanten DFB-Museums
In dem nun vorgelegten Gutachten
gehen die Autoren davon aus, dass im Gegensatz zum allergrößten Teil
aller Kulturbetriebe das zukünftige Fußball-Museum einen positiven
Deckungsbeitrag erwirtschaften kann. Pro Jahr soll dieser Beitrag bei
225.000 Euro liegen, der soll allerdings erst ab dem dritten
Betriebsjahr anfallen. Der Überschuss soll für weitere
Attraktivierungen zur Verfügung gestellt werden, hieß es dazu weiter.
Es gibt allerdings auch kritische Stimmen.
„Das DFB-Fußballmuseum wäre für Köln nicht nur ein Imagegewinn, sondern
könnte der Stadt sogar einen wirtschaftlichen Vorteil bringen“, diese
Meinung vertreten nicht nur die beauftragten Gutachter der ift
Freizeit- und Tourismusberatung GmbH. „Ein solches Aushängeschild des
deutschen Fußballs im Herzen unserer Stadt würde eine enorme Aufwertung
für die Sportstadt Köln bedeuten, Köln als Reiseziel noch attraktiver
machen und sich positiv auf den Kongress- und Wirtschaftsstandort Köln
auswirken. Das Gutachten kommt zu dem Schluss, dass das Museum für die
Stadt wahrscheinlich sogar gewinnbringend, auf jeden Fall
kostenneutral, betrieben werden kann“, erklärte Stadtoberhaupt Schramma.
So habe das ift bei seiner Analyse zudem festgestellt, dass sich die
Einnahmeseite weiter optimieren lassen kann. So könnten durch die
Vermietung von Flächen an Partner des Museums zusätzliche Gelder
eingenommen werden. Das wurde in der Kalkulation bislang nicht
berücksichtigt. Auch Kongresse und Sonderausstellungen könnten auf der
Einnahmeseite zu Verbesserungen führen. Weitere positive Auswirkungen
sehen die Gutachter zudem bei der Neuansiedelung von Unternehmen, die
gerade bei der Standortsuche durch die Nähe zum Nationalen
Fußballmuseum positiv beeinflusst werden könnten. Aber auch wenn diese
optimistische Einschätzung nicht eintritt, bliebe selbst bei einer
„unerwartet ungünstigen Entwicklung“ immer noch ein tragfähiger Betrieb
übrig, lautet das Fazit des Gutachtens.
Am 28. August 2008 steht das Thema auf der Tagesordnung des Stadtrats.
Dann sollen die Stadtverordneten darüber entscheiden, ob die Verwaltung
die Verhandlungen mit dem DFB weiterführen wird. Unterdessen hatte die
FDP-Fraktion ihre Zweifel bekräftigt. Insbesondere wunderte sich
FDP-Fraktionschef Ralph Sterck, warum der Inhalt des Gutachtens zuerst
der Öffentlichkeit vorgestellt wird. „Der Politik liegt das Gutachten
offiziell noch nicht vor. Die Gründe dafür liegen im Dunkeln, machen
aber misstrauisch“, so Sterck. Sein Misstrauen begründete Sterck mit
der Verhandlungsposition des DFB. „Was uns aber mehr als verwundert,
ist, dass bei einem solch guten Geschäft der DFB unbedingt die Stadt in
das Betreibermodell nehmen und damit den „todsicheren“ Gewinn mit uns
teilen will. Der Ruf des DFBs in Wirtschaftsdingen ist nicht der eines
Samariters“, so Sterck abschließend.
Eine weitere Schwierigkeit liegt in der komplexen Eigentümerstruktur
des für den Museumsbau vorgesehenen Grundstücks. Nur 42 Prozent der
Grundfläche gehören der Stadt, der größte Teil ist in Besitz der
Deutschen Bahn AG, ein kleinerer Teil gehört der Aurelis, die
inzwischen von einem Konsortium des Essener Baukonzerns Hochtief und
des internationalen Investors Redwood Grove International übernommen
wurde.






















