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23. 07. 2014
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Gutachten bestätigt Wirtschaftlichkeit des geplanten DFB-Museums


18.08.2008 22:00 von:

Schlagwörter: Köln,Gutachten.DFB-Museum,Stadtrat,Entscheidung,Breslauer Platz

In dem nun vorgelegten Gutachten gehen die Autoren davon aus, dass im Gegensatz zum allergrößten Teil aller Kulturbetriebe das zukünftige Fußball-Museum einen positiven Deckungsbeitrag erwirtschaften kann. Pro Jahr soll dieser Beitrag bei 225.000 Euro liegen, der soll allerdings erst ab dem dritten Betriebsjahr anfallen. Der Überschuss soll für weitere Attraktivierungen zur Verfügung gestellt werden, hieß es dazu weiter. Es gibt allerdings auch kritische Stimmen.

„Das DFB-Fußballmuseum wäre für Köln nicht nur ein Imagegewinn, sondern könnte der Stadt sogar einen wirtschaftlichen Vorteil bringen“, diese Meinung vertreten nicht nur die beauftragten Gutachter der ift Freizeit- und Tourismusberatung GmbH. „Ein solches Aushängeschild des deutschen Fußballs im Herzen unserer Stadt würde eine enorme Aufwertung für die Sportstadt Köln bedeuten, Köln als Reiseziel noch attraktiver machen und sich positiv auf den Kongress- und Wirtschaftsstandort Köln auswirken. Das Gutachten kommt zu dem Schluss, dass das Museum für die Stadt wahrscheinlich sogar gewinnbringend, auf jeden Fall kostenneutral, betrieben werden kann“, erklärte Stadtoberhaupt Schramma.

So habe das ift bei seiner Analyse zudem festgestellt, dass sich die Einnahmeseite weiter optimieren lassen kann. So könnten durch die Vermietung von Flächen an Partner des Museums zusätzliche Gelder eingenommen werden. Das wurde in der Kalkulation bislang nicht berücksichtigt. Auch Kongresse und Sonderausstellungen könnten auf der Einnahmeseite zu Verbesserungen führen. Weitere positive Auswirkungen sehen die Gutachter zudem bei der Neuansiedelung von Unternehmen, die gerade bei der Standortsuche durch die Nähe zum Nationalen Fußballmuseum positiv beeinflusst werden könnten. Aber auch wenn diese optimistische Einschätzung nicht eintritt, bliebe selbst bei einer „unerwartet ungünstigen Entwicklung“ immer noch ein tragfähiger Betrieb übrig, lautet das Fazit des Gutachtens.

Am 28. August 2008 steht das Thema auf der Tagesordnung des Stadtrats. Dann sollen die Stadtverordneten darüber entscheiden, ob die Verwaltung die Verhandlungen mit dem DFB weiterführen wird. Unterdessen hatte die FDP-Fraktion ihre Zweifel bekräftigt. Insbesondere wunderte sich FDP-Fraktionschef Ralph Sterck, warum der Inhalt des Gutachtens zuerst der Öffentlichkeit vorgestellt wird. „Der Politik liegt das Gutachten offiziell noch nicht vor. Die Gründe dafür liegen im Dunkeln, machen aber misstrauisch“, so Sterck. Sein Misstrauen begründete Sterck mit der Verhandlungsposition des DFB. „Was uns aber mehr als verwundert, ist, dass bei einem solch guten Geschäft der DFB unbedingt die Stadt in das Betreibermodell nehmen und damit den „todsicheren“ Gewinn mit uns teilen will. Der Ruf des DFBs in Wirtschaftsdingen ist nicht der eines Samariters“, so Sterck abschließend.

Eine weitere Schwierigkeit liegt in der komplexen Eigentümerstruktur des für den Museumsbau vorgesehenen Grundstücks. Nur 42 Prozent der Grundfläche gehören der Stadt, der größte Teil ist in Besitz der Deutschen Bahn AG, ein kleinerer Teil gehört der Aurelis, die inzwischen von einem Konsortium des Essener Baukonzerns Hochtief und des internationalen Investors Redwood Grove International übernommen wurde.







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