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27. 08. 2014
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Jamaika-Koalition beschließt Interim mit "Oper am Dom"


01.03.2011 23:11 von:

Schlagwörter: Köln,Oper,Schauspiel,2011,März,Interim,Beschluss,Stadtrat,Jamaika,SPD,Grüne,CDU,

Die Kosten für die Interimslösung zur Unterbringung von Schauspiel und Oper während der Zeit der Umbauten am Opernquartier wurde am heutigen Dienstagabend gegen die Stimmen der Linken und bei Enthaltung der SPD mit großer Mehrheit und auf Basis einer veränderten Verwaltungsvorlage entschieden. Die Redebeiträge wurden dabei mit denen zur Entscheidung über die Sanierungsvariante kombiniert. SPD-Fraktionschef plädierte angesichts des erheblichen Kostenbeitrags von derzeit veranschlagten 41,1 Millionen Euro für die Ersatzspielorte der beiden Einrichtungen der Hochkultur für einen pauschalen Abschlag in Höhe von 15 Prozent. Der vom SPD-Fraktionschef vor Wochenfrist ins Spiel gebrachte Ausweichort "Oper West", eine neu zu errichtende Veranstaltungshalle im Stadtteil Vogelsang fiel jedoch bei den anderen Parteien (mit Ausnahme der Linkspartei) durch.

Wie schon bei der Vorlage zur Entscheidung über die zu wählende Sanierungsvariante bot sich dem geneigten Betrachter auch bei dieser Sachdebatte eine Sollbruchstelle in der Gestaltungskoalition aus SPD und Grünen. Die Gründe waren dabei ähnlich gelagert. Während die Sozialdemokraten auf die enormen Kosten aufmerksam machten und diese pauschal um 15 Prozent reduzieren wollten, stellten Grüne, CDU und FDP in ihren Redebeiträgen die Planungssicherheit und Qualitätsanforderungen an die Ersatzspielorte für Schauspiel und Oper in den Vordergrund. Eine solche Entscheidung zeichnete sich bereits gestern in der Aussprache des Betriebsausschusses Bühnen der Stadt ab, ohne dass es jedoch zu einem Votum des Fachgremiums kam (Köln Nachrichten). FDP-Ratsherr Ralph Sterck kritisierte den "Sonderweg" der Sozialdemokraten auch in Sachen Interim. "Sie riskieren, dass das Interim die Sache verschlimmert". Damit widersprach er zugleich der Behauptung des SPD-Fraktionschefs, dass die Zeit des Interims nicht wirklich nachhaltig sei. "Das Interim ist eine sehr wichtige Zeit", stellte der FDP-Fraktionschef klar. Selbst die kulturpolitische Sprecherin der Grünen, Brigitta von Bülow, bezeichnete die 24 Stunden andauernde Personalie eines Generalintendanten als "verheerendes Signal".

In der abschließenden Abstimmung wiederholte sich das Abstimmungsverhalten der beteiligten Fraktionen. Während der Änderungsantrag der Grünen gegen die Stimmen von SPD und Linkspartei mehrheitlich beschlossen wurde, enthielten sich die Sozialdemokraten bei der abschließenden Abstimmung über den so geänderten Gesamtantrag. Und wie kurz zuvor bei der Beschlussfassung zur Sanierungsvariante für das Kölner Schauspielhaus waren auch bei dieser Abstimmung die vier Abgeordneten der Linken die einzigen im Ratssaal, die die Verwaltungsvorlage ablehnten.







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