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27. 05. 2012
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Kinder erproben kommunale Demokratie


30.11.2005 23:00 von:

Schlagwörter: Köln,Tag der Jugend,Rathaus,Ratssitzung,fiktiv,Schulklassen,Oberbürgermeister

Sie übten durch unter Anleitung von Ratsmitgliedern die kommunale Entscheidungsfindung. Alljährlich haben drei Schulklassen aus dem Kölner Stadtgebiet die Möglichkeit auf Einladung der Stadt hinter die Kulissen des politischen Tagesgeschäfts zu schauen. Für viele war es die erste Begegnung mit der Politik und beeindruckend, wie Demokratie in seiner Praxis funktionieren kann. Zusammen mit Lehrern und Ratsmitgliedern bereiten die 14- bis 16-Jährigen bereits in der Sommerpause die im Spätherbst stattfindende Sitzung vor. Dabei nehmen die Jugendlichen sowohl an einer fingierten Fraktionsvorsitzendenbesprechung teil, auf der sie dann die Vorgehensweise und die Debatte im Plenum des Rates vorbereiten.
       
3 Schulklassen probten im Rathaus den demokratischen Ernstfall  

Anschließend kommt es zur Aussprache unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters. Der freute sich auf die „vielen erfrischenden Begegnungen“ beim Tag der Jugend im Rathaus. Nicht nur die Jugend sollte von den Älteren lernen, sondern auch umgekehrt, gab Schramma als Ziel der halbtägigen Veranstaltung aus. „Unsere Demokratie lebt davon, dass sich möglichst viele beteiligen und engagieren“, stellte das Stadtoberhaupt klar. Die Jugendlichen sollen an diesem Vormittag ein tieferes Verständnis kommunaler Demokratie erhalten und die Möglichkeiten der Beteiligung und Entscheidungsfindung vertiefen. Die Stadt möchte im Gegenzug die jungen Mitbürgerinnen und Mitbürger auf ihre zukünftige Verantwortung als Wahlbürger hin vorbereiten aber auch das Engagement für politische Dinge stärken. Der Vormittag, der wie in den vergangenen Jahren im Spanischen Bau des Rathauses stattfand, bietet dabei auch den Fraktionen im Stadtrat die Möglichkeit, sich und ihre Programme den zukünftigen Wahlberechtigten vorzustellen.                      

In der Ratssitzung selbst stellten die fingierten Ratsfraktionen, die jeweils von den Schülerinnen und Schülern einer Klasse gebildet werden, ihre vorbereiteten Anträge vor. Wie in der Praxis müssen sich die Antragsteller dabei den Gegenargumenten der anderen Fraktionen stellen und um die Durchsetzung ihrer eigenen Anträge kämpfen. Verblüffendes Ergebnis: Die eigenen Anträge, die meist einen engen individuellen Bezug zur eigenen Schule hatten wurden von den anderen Fraktionen als „egoistisch“ abgelehnt. Um die eigene Sache dennoch durchzusetzen, mussten Kompromisse gefunden werden, auch das wie im richtigen Ratsalltag. Die anwesenden Politiker zeigten sich zufrieden mit dem Ergebnis der Beratungen und auch die Jugendlichen hatten großen Spaß auf dem anschließenden Empfang mit Imbiss und Preisverlosung. Eine Maßnahme, die sicherlich im nächsten Jahr seine Fortsetzung finden wird.







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