25. 05. 2013
Seite drucken
Köln: Große Mehrheit für bessere Bildungschancen für Kölner Nachwuchs
Insofern stellt der vorliegende Antrag den „kleinsten gemeinsamen
Nenner“ dar, wie FDP-Ratsfrau Yvonne Gebauer erklärte. Doch SPD und
Grüne sieht die Begabtenförderung eher in integrativen Klassen Erfolg
versprechend. Dies sei aus Sicht seiner Partei umso erfreulicher, als
es in den zurückliegenden Wochen und Monaten wiederholt
Grundsatzdebatten über die passgenaue Förderung besonders Begabter
Kinder gegeben habe. In ihrem ursprünglichen Antrag wollten die
Liberalen in Köln mindestens einen „Hochbegabtenzug“ an einer der
Weiterführenden Schulen einzuführen. Die Liberalen berufen sich dabei
auf einen Leitfaden zur individuellen Förderung und Begabtenförderung
des Zentrums für Begabtenforschung. Dieses Zentrum ist an der
Universität Bielefeld angesiedelt und wird mit Mitteln aus dem
Schuletat des Landes unterstützt, heißt es in dem ursprünglichen
FDP-Papier.
Kernbündnis sieht keinen Bedarf für eigene Begabtenklasse
„Wir setzen uns im Gegensatz zur FDP immer wieder für integrative
Konzepte ein“, erklärte hierzu die Vertreterin der Grünen Sabine Ulke.
Auch ihr SPD-Kollege Philippi teilte diese Auffassung. Allerdings
sprachen sich sowohl SPD/Grüne als auch die bürgerlichen Parteien für
eine Verbesserung der Begabtenförderung aus. So blieben nach diversen
Beratungen und Abstimmungen der Fraktionen untereinander drei Punkte
übrig, unter dessen gemeinsamen Dach sich die „Großen Vier“
wiederfanden. So forderte der Stadtrat in seinem einstimmig gefassten
Beschluss, dass die Instrumentarien zur Förderung besonders begabter
Kinder weiter auszuarbeiten. Dabei will die Stadt mit der Kölner
Bezirksregierung, den Mitarbeitern der Familienberatung und des
schulpsychologischen Dienstes der Kölner Stadtverwaltung sowie anderen
Beteiligten gemeinsam nach neuen Lösungen suchen. Nach Meinung der
Mehrheit im Stadtrat sei ein eigener Schulzug dazu das falsche Mittel.
„Wir sollten uns nicht so schlecht reden, wie dies hier manchmal
geschieht“, so Ulke abschließend.






















