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31. 07. 2014
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Köln soll nur "Internetstadt" werden


18.06.2010 08:55 von:

Schlagwörter: Köln,Internetstadt,Antrag,SPD,Grüne,Internethauptstadt,Kritik,CDU,FDP

Köln ist eine pulsierende Metropole. Nach der jüngsten Ankündigung von Deutschlands größtem Online-Vermarkter Sedo Holding nach Köln und vielen weiteren Initiativen haben die Verantwortlichen des Kölner Gestaltungsbündnisses nun auch im Stadtrat einen Vorstoß unternommen. Vom ehrgeizigen Ziel, Internethauptstadt werden zu wollen, habe man dabei ein Stück weit Abstand genommen. Vielmehr gehe es darum, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Das schließe neben dem weiteren Ausbau der notwendigen Infrastruktur auch die Verbesserung des Internetauftritts der Stadt Köln sowie weitere Maßnahmen ein. "Köln ist hervorragend aufgestellt und hat ideale Voraussetzungen", erklärte SPD-Ratsfrau Susana dos Santos Herrmann. Es gehe nun darum, nachhaltige Strukturen aufzubauen, um ähnlich dem Anspruch einer "Medienstadt" nun auch den Status einer "Internetstadt" auszubauen. Grünen-Ratsherr Dr. Matthias Welpmann will dazu vor allem den städtischen Internetauftritt verbessern. "Die Stadt muss mit gutem Beispiel vorangehen", so der Vertreter der Kölner Grünen im Stadtrat.

Auf wenig Gegenliebe stieß der Vorstoß bei CDU und FDP. Die Vertreter beider Parteien unterstützten dabei das grundsätzliche Anliegen der Antragsteller, kritisierten aber den ihrer Meinung nach viel zu allgemein gehaltenen Beschlusstext. "Allgemeinplätze, geradezu furchterregend", so das Urteil von CDU-Ratsherr Dr. Ralph Elster. So kritisierte der Christdemokrat in seiner Rede unter anderem Formulierungen wie den Passus: "Köln soll Modellstadt werden". "Köln ist bereits Modellstadt. Wir brauchen keine Entwicklungshilfe", so Elster. Auch die Forderung nach einem zentralen Ansprechpartner innerhalb der Stadtverwaltung sei unpraktikabel. Vielmehr müsse das Thema breiter und globaler betrachtet werden. Die einseitige Ausrichtung auf die Internetwirtschaft bedarf der Unterstützung durch die Informations- und Telekommunikationsbranche, oder kurz ITK genannt. "Das ist, was uns hier trägt", kritisierte Elster. Auch FDP-Ratsherr Volker Görzel ließ kaum ein gutes Haar an dem gemeinsamen Antrag von Rot-Grün. "Die Antragsteller wollen sich mit diesem Antrag wohl der Community annähern, um nicht zu sagen anbiedern. Doch der Antrag springt zu kurz", so der Liberale. Außerdem fehle jeglicher Hinweise auf den wichtigen Aspekt der Internetsicherheit und des Datenschutzes, darüber sei der Antrag gut 20 Jahre zu spät gestellt. Görzel beantragte die Verweisung des Antrags in die Fachausschüsse des Rates, wie den Wirtschaftsausschuss, den AVR und den Kulturausschuss. Doch mit den Stimmen des Gestaltungsbündnisses wurde der Antrag schließlich beschlossen.

Den Wortlaut des Antrags können Sie sich im Internet herunterladen unter: www.stadt-koeln.de.







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