21. 05. 2013
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Köln: Vakante Schulleiterstellen werden zum Problem
Der
entscheidende Punkt, in dem es um zusätzliche Mittel bei der Bezahlung
des pädagogischen Leitungspersonal geht, scheiterte somit an der
Ablehnung von Rot-Grün. Der Änderungsantrag stellte sich zudem gegen
das „Schaulaufen“ im Kölner Umland, mit dem die CDU das Problem an der
Spitze Kölner Grundschulen lösen wolle, erklärte SPD-Ratsherr Franz
Philippi.
„Sie entziehen sich der Verantwortung und wälzen zum wiederholten Male
Probleme auf das Land Nordrhein-Westfalen ab“, konterte die
schulpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion Gisela Manderla die
Ablehnung des politischen Gegners. Dabei sind die Probleme längst
bekannt und die Auswirkungen spürbar. An den Kölner Grundschulen sind
derzeit sechs Rektoren- und sieben weitere Konrektorenstellen
unbesetzt, zwei von ihnen bereits seit mehreren Jahren. Die Bezahlung
als Schulleiter (lediglich 300 Euro brutto mehr als ein normaler
Lehrer) lässt den Job als Schulleiter vielerorts unattraktiv
erscheinen. Schon heute äußerten sich die Mitglieder des
Schulausschusses bisweilen negativ über die Qualität der übrig
gebliebenen Bewerber. Die werden vor einer jeden Ausschusssitzung zu
einem Gespräch mit den Ratsmitgliedern geladen. „Wir tun uns
mittlerweise schwer damit, wen wir für diese Jobs auswählen müssen“,
deutete die Ratsfrau der Grünen Sabine Ulke an.
Der Vorschlag der CDU-Fraktion fand selbst bei der FDP nicht den
ungeteilten Beifall. Yvonne Gebauer sieht – ähnlich wie Rot-Grün – die
Verantwortung für die geringen Leistungsanreize eher beim Land denn bei
der Stadt. Die Gründe für den offenkundigen Mangel an fähigem und
willigen Führungspersonal an Grundschulen sind nach Meinung der
FDP-Expertin jedoch vielfältiger. Immerhin geht der CDU-Antrag in die
richtige Richtung, während die von der SPD eingebrachten Änderungen den
Vorstellungen des Landes vollkommen zuwider laufen, so Gebauer
abschließend. Allerdings übernahm Rot-Grün den Änderungsvorschlag der
FDP, die Leitungsstunden des pädagogischen Führungspersonals nicht zu
erhöhen. So erhielt der Änderungsantrag des Kernbündnisses auch die
Stimmen der Liberalen.






















