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27. 11. 2014
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Köln: Vakante Schulleiterstellen werden zum Problem


24.06.2008 22:00 von:

Schlagwörter: Köln,Stadtrat,Schulleiter,Vakanz,Problem,Grundschule,Leistungsanreiz

Der entscheidende Punkt, in dem es um zusätzliche Mittel bei der Bezahlung des pädagogischen Leitungspersonal geht, scheiterte somit an der Ablehnung von Rot-Grün. Der Änderungsantrag stellte sich zudem gegen das „Schaulaufen“ im Kölner Umland, mit dem die CDU das Problem an der Spitze Kölner Grundschulen lösen wolle, erklärte SPD-Ratsherr Franz Philippi.

„Sie entziehen sich der Verantwortung und wälzen zum wiederholten Male Probleme auf das Land Nordrhein-Westfalen ab“, konterte die schulpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion Gisela Manderla die Ablehnung des politischen Gegners. Dabei sind die Probleme längst bekannt und die Auswirkungen spürbar. An den Kölner Grundschulen sind derzeit sechs Rektoren- und sieben weitere Konrektorenstellen unbesetzt, zwei von ihnen bereits seit mehreren Jahren. Die Bezahlung als Schulleiter (lediglich 300 Euro brutto mehr als ein normaler Lehrer) lässt den Job als Schulleiter vielerorts unattraktiv erscheinen. Schon heute äußerten sich die Mitglieder des Schulausschusses bisweilen negativ über die Qualität der übrig gebliebenen Bewerber. Die werden vor einer jeden Ausschusssitzung zu einem Gespräch mit den Ratsmitgliedern geladen. „Wir tun uns mittlerweise schwer damit, wen wir für diese Jobs auswählen müssen“, deutete die Ratsfrau der Grünen Sabine Ulke an.

Der Vorschlag der CDU-Fraktion fand selbst bei der FDP nicht den ungeteilten Beifall. Yvonne Gebauer sieht – ähnlich wie Rot-Grün – die Verantwortung für die geringen Leistungsanreize eher beim Land denn bei der Stadt. Die Gründe für den offenkundigen Mangel an fähigem und willigen Führungspersonal an Grundschulen sind nach Meinung der FDP-Expertin jedoch vielfältiger. Immerhin geht der CDU-Antrag in die richtige Richtung, während die von der SPD eingebrachten Änderungen den Vorstellungen des Landes vollkommen zuwider laufen, so Gebauer abschließend. Allerdings übernahm Rot-Grün den Änderungsvorschlag der FDP, die Leitungsstunden des pädagogischen Führungspersonals nicht zu erhöhen. So erhielt der Änderungsantrag des Kernbündnisses auch die Stimmen der Liberalen.







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