Wetter

Anzeige:



Köln Nachrichten Neu


zum Archiv ->

Köln Nachrichten bei Twitter

Follow us

21. 09. 2014
Seite drucken

Kölner Bäder: Bürgerschaftliches Engagement soll eingebunden werden


13.12.2007 23:00 von:

Schlagwörter: Köln,Stadtrat,Sportpolitik,Kölnbäder,Rodenkirchen,Nippes,Weiden,Schließung,Kriti

Dies deutete sich bereits mit einer Mitteilung der Verwaltung zum vergangenen Finanzausschuss an.   Dort wurde mitgeteilt, dass der Schließungsbeschluss für die Bäder in Rodenkirchen, Nippes und Weiden bis zum Jahr 2011 de facto vom Tisch ist. Allerdings bedeutet der Weiterbetrieb auch einen vorläufigen Planungs- und Baustopp für die anderen Bauvorhaben der Köln Bäder in Ossendorf und an der Lentstraße, wie FDP-Ratsherr Ulrich Breite auf der gestrigen Ratsdebatte kritisierte. Obwohl sich alle großen Fraktionen „glücklich“ und „zufrieden“ mit dem Ergebnis zeigten, warfen sie sich in fast gewohnter Manier während der Debatte gegenseitig Versäumnisse vor. So sprach der sportpolitische Sprecher der CDU-Fraktion davon, dass SPD und Grüne in dieser Angelegenheit „eingeknickt“ seien. „Das Konzept der Bürgerbäder hatte keine Zukunft. Die konsequente Haltung unserer Fraktion hat sich schließlich behauptet“, so Köhler mit Blickrichtung Kernbündnis. Deren sportpolitische Sprecher Wolfgang Bosbach (SPD) und Bettina Tull (Grüne) zeigten sich ebenfalls erleichtert über die Fristverlängerung.

Bedarfsermittlung soll zukünftige Investitionen bestimmen

Mit der Entscheidung, die Betriebssicherheit der drei Bäder durch notwendige Instandsetzungsmaßnahmen fortfahren zu lassen, hat die Stadtverwaltung zudem auf eines der wichtigsten Anliegen in der zurückliegenden Beteiligungsphase des Bürger-Haushalts zurück gegriffen. Allerdings erzielte nur der Ausgabenvorschlag zum Erhalt des Weidener Bades eine vorderen Platzierung. Mit 457 Unterstützerstimmen bei 63 Gegenstimmen und 30 Kommentaren liegt dieser Vorschlag sogar auf Platz Eins. Aber auch der Vorschlag mit der Nummer 5909 konnte trotz seines späten Einreichungsdatums immerhin Rang 14 belegen. „Wir wollen weiterhin ein funktionstüchtiges Bad, was dieses Bad momentan ist“, begründete die Ehrenvorsitzende des TV Rodenkirchen 1898 e.V. und Vorstand im Trägerverein „Rettet das Hallenbad Rodenkirchen“ ihren Vorschlag. Mit wenig Abstand folgt schließlich auf Platz 16 der Vorschlag, auch das Hallenbad in Nippes zu erhalten und zu sanieren. Somit werden alle drei Bäder ohnehin in den kommenden Haushaltsplanberatungen eine Rolle spielen.

Kritik an der Sportpolitik der Stadt

Vor dem Hintergrund bedrohlich hoher Zahlen an Nichtschwimmern unter den Kindern und Jugendlichen ließen die Kritiker des Ratsbeschlusses, dem damaligen Bäderkonzept der zum stadteigenen SWK-Konzern gehörenden KölnBäder zu folgen, kein gutes Haar. „Wir waren von Anfang an gegen Bürgerbäder. Die Menschen sollten Sport treiben und nicht genötigt werden, Badbetriebe zu managen“, erläutert Ratsherr Dr. Martin Müser vom Kölner Bürger-Bündnis. Auch CDU-Mann Köhler beschrieb das Bürgerbad-Konzept als „Mogelpackung“ und „fixe Idee von Rot-Grün“. Etwas differenzierter sieht es in Köln die FDP. Man habe die Signale aus der Rede von Grünen-Ratsfrau Tull mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen und schließe daraus, dass bei eventuellem Mehrbedarf zusätzlich in die Bäder investiert werden müsse. Und Bezirksbürgermeister Bernd Schößler (SPD) aus Köln-Nippes schließlich dankte vor allem der intensiven Zusammenarbeit mit Kölns Sportdezernentin Dr. Agnes Klein, die die zahlreichen Vorschäge aus der Bürgerschaft und der Bezirksvertretung Nippes in die Vorlage eingearbeitet habe. „Der Erfolg hat nun mal viele Väter und Mütter“, fasste Schößler sein Fazit zusammen. So soll in dem ergänzten Antrag von Rot-Grün insbesondere das bürgerschaftliche Engagement angemessen berücksichtigt werden. Der Stadtrat folgte diesem Antrag mehrheitlich.







Artikel Service