26. 05. 2013
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Ratsmehrheit fordert Landesregierung zu mehr Unterstützung bei U3-Betreuung auf
Während die bürgerlichen Parteien, die auch
die Landesregierung stellen, auf die Zusetzungen anspielten, die nach
Überarbeitung des Programms auch für Köln gelten sollten, kritisierte
das Kölner Kernbündnis als Antragsteller der Aktuellen Stunde den
Wortbruch der Landesregierung. Der bildungspolitische Sprecher
der SPD-Fraktion Dr. Ralf Heinen allerdings forderte die
Landesregierung auf, ihre vorab gemachten Versprechungen einzuhalten
und jeden angemeldeten U3-Betreuungsplatz mit einem Zuschuss zu
versehen.
Nachmeldungen bis Mitte März
Nachdem die Domstadt zunächst 3259 U3-Plätze angemeldet hatte, wurde
von der Landesregierung eine entsprechende Zusage erteilt.
Zwischenzeitlich hatte sich allerdings auch in Köln ein erhöhter Bedarf
ergeben. So meldete die Fachverwaltung zum genannten Termin (Mitte
März) rund 4700 Plätze an. Die Landesregierung hatte allerdings ihren
ursprünglichen Beschluss um weitere 750 Plätze erhöht. Allerdings blieb
trotz dieser zwischenzeitlichen Nachsteuerung eine Lücke von rund 700
Plätzen, die zwar angemeldet, aber nicht co-finanziert sind, wie Heinen
kritisierte. So ging die Landesregierung ursprünglich von einem Anteil
der durch Tagesmütter/-väter betreuten Kinder in Höhe von rund einem
Drittel aus. In Köln habe sich aber gezeigt, dass der Anteil der
Tagesmütter/-väter bei nicht einmal zehn Prozent liegt. Diesen Trend
gebe es auch in anderen Großstädten, wie Grünen-Fraktionschefin Barbara
Moritz ergänzte. „Nach der Nachmeldefrist war das Chaos in Düsseldorf
perfekt“, berichtete die Ratsfrau aus diversen Gesprächen.
CDU und FDP hingegen betonten die Nachsteuerungen der Landesregierung.
Durch eine negative Debatte würde man genau das gefährden, wie die
Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses Carola Blum erläuterte. „Mich
befremdet, wie sie die Arbeit der Landesregierung immer wieder in den
Schmutz ziehen“, erklärte Blum. Derzeit befänden sich Fachverwaltung
und Landesjugendämter in intensiven Gesprächen. Auch Oberbürgermeister
Fritz Schramma hatte bereits in einem Brief an die Landesregierung
entsprechende Wünsche vorgetragen. Auch FDP-Ratsherr Marco Mendorf
verteidigte die Maßnahmen der Landesregierung. Bis 2013, so führte der
FDP-Mann weiter aus, solle die Betreuungsquote auf bis zu 33 Prozent
anheben. Mit zwei Schaubildern bewaffnet marschierte der
jugendpolitischer Sprecher der Liberalen ans Rednerpult. Bis zum
Regierungswechsel in Düsseldorf lag NRW bei der Betreuung der unter
Dreijährigen auf dem bundesweit letzten Platz, jetzt habe man deutlich
aufgeholt. „Der Pfeil geht nach oben“, so Mendorf.
Nach überraschend kurzer und sachlicher Debatte beschloss der Rat mit
Mehrheit eine Resolution an die Landesregierung. Darin fordert die
Bürgerschaftsvertretung die Landesregierung auf, ihren Verpflichtungen
hinsichtlich der finanziellen Unterstützung nachzukommen.






















