19. 06. 2013
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Sondersitzung des Stadtrates dauerte elf Minuten
Inhaltlich
ist die Veranstaltung schnell beschrieben. Die Vorsitzende der
Ratsfraktion „pro Köln“ Judith Wolter griff die so genannten
„Lustreisen“ einer Kölner Delegation an und warf dem Oberbürgermeister
vor, er sei ein „Abwiegler“ und „Beschöniger“. Derzeit ermittelt auch
die Staatsanwaltschaft gegen die Teilnehmer dieser und anderer Reisen
wegen des Verdachts auf Untreue. Der eigentliche Antrag wurde jedoch in
der Abstimmung mit überwältigender Mehrheit abgewählt.
Oberbürgermeister Fritz Schramma bleibt – wie zu erwarten war – in Amt
und Würden.
Neue Zahlen zu den Kosten der Petersburg-Reise
In der Beantwortung einer Anfrage führte Jugend- und Schuldezernentin
Dr. Agnes Klein aus, wie sich die Kosten der damaligen Reise vor dem
Hintergrund des derzeitigen Kenntnisstandes der Verwaltung darstellen.
So hat die Reise der elfköpfigen Delegation nach St. Petersburg
insgesamt Kosten in Höhe von 72.774 Euro verursacht. Die reinen
Reisekosten machten dabei mit über 35.000 Euro den Löwenanteil aus.
29.412 Euro fielen für die Übernachtung in einem Petersburger Hotel an.
Der Rest entfällt auf Veranstaltungskosten (2986 Euro),
Bewirtungskosten (9362 Euro, enthält auch die Bewirtung der russischen
Gäste) sowie allgemeine Organisationskosten in Höhe von etwas mehr als
5000 Euro. Nach Informationen der Stadt lagen die Kosten für die
Sondersitzung (Sitzungsgelder, Erstattung der Reisekosten usw.)
deutlich niedriger als bei der letzten Sondersitzung im Jahr 2005. Die
kostete den Steuerzahler immerhin rund 5000 Euro.






















