27. 05. 2012
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SPD verteidigt Ratsantrag zur Opernintendanz: Warnung vor Schwebezustand
Deren Mitglieder nehmen ihre Verantwortung für die Zukunft der Kölner
Oper ernst, heißt es in einer am heutigen Montag veröffentlichten
Stellungnahme. In einem gemeinsamen Antrag mit der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen
wollen die Kölner Sozialdemokraten auf eine Entscheidung des Rates
möglichst noch in der Dezembersitzung drängen. "Wir dürfen nicht noch
länger zuwarten. Es wäre unverantwortlich, die Oper in dieser
einschneidenden Umbruchsituation weiter ohne eigene Führung zu lassen."
erläutert Dr. Hans Georg Bögner, kulturpolitischer Sprecher der
SPD-Ratsfraktion die Motive des Antrags. "Für den Bereich der Oper
stehen in Kürze wichtige und zukunftsweisende Entscheidungen an. Sowohl
mit der Wahl einer Ausweichspielstätte als auch mit der Vorbereitung
der Spielzeit 2008/2009 und der fachlichen Begleitung der
Sanierungsarbeiten werden wichtige Weichen für die Kölner Oper
gestellt. Diese Richtungsentscheidungen dürfen nicht ohne die neue
Intendantin oder den neuen Intendanten der Kölner Oper getroffen
werden“, so Bögner.
Nachdem die Landesregierung, vertreten durch das Innenministerium NRW,
in der letzten Sitzung des Ausschusses für Kommunalpolitik, die
Rechtsauffassung des rotgrünen Kernbündnisses eindeutig bestätigt hat,
dass auch nach der neuen Gemeindeordnung nicht der Oberbürgermeister,
sondern allein der Rat für die Intendantenbestellung zuständig ist,
nehmen die Fraktionen von SPD und Grünen ihre Verantwortung für die
Zukunft der Kölner Oper auf und haben für die nächste Sitzung des Rates
am 13.12.2007 den Antrag gestellt, möglichst noch in dieser Sitzung
wirksam eine Opernintendantin bzw. einen Opernintendanten zu bestellen.
Dabei ist allerdings der Name einer möglichen Kandidatin bzw. eines
Kandidaten im Antragstext bewusst offen gelassen und soll erst in der
Sitzung ergänzt werden.
"Wir nehmen Herrn Kulturdezernent Prof. Quander beim Wort und geben ihm
hiermit ausdrücklich die von ihm gewünschte Chance seinerseits einen
geeigneten Kandidaten zu benennen", erklärt Bögner das Vorgehen.
"Sollte uns Herr Quander bis zur Sitzung überzeugen können, dass er
einen erstklassigen Kandidaten benennen kann, der über ausreichende
Erfahrungen und Qualifikationen zur professionellen Führung eines
Hauses, wie der Kölner Oper, in der derzeitigen Situation verfügt,
stehen wir einer Bestellung dieses Kandidaten sicherlich nicht im Wege.
In dem Fall wären wir unter Umständen auch bereit, erst in der
Januarsitzung des Rates die abschließende Bestellung vorzunehmen.
Wichtig ist, dass die Personalfrage möglichst noch in diesem Jahr,
spätestens aber im Januar nächsten Jahres gut und abschließend geklärt
wird. Wir können der Oper wirklich keinen weiteren Schwebezustand mehr
zumuten“, ließ Bögner abschließend verlautbaren.

























