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21. 08. 2014
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Stadtrat fordert strategisches Flächenmanagement


17.12.2008 23:00 von:

Schlagwörter: Stadtrat,Flächenmanagement,Strategie,Grünflächen,Kernbündnis

Hintergrund des Antrags ist die zunehmende Zersiedlung und der damit verbundene Flächenverbrauch.   In einer Initiative hatte die Landesregierung und ihr zuständiger Umweltminister ein 30 Hektar-Programm ausgerufen. Dabei soll zusammen mit den planenden Kommunen der tägliche Flächenverbrauch, der vor wenigen Jahren noch bei 100 Hektar pro Tag lag, auf rund 30 Hektar reduziert werden. Für Köln müssten demnach Instrumente geschaffen werden, die es der Stadt ermöglichen, genau dieses Ziel einer deutlichen Reduzierung des Flächenverbrauch auch tatsächlich umzusetzen, wie die Befürworter argumentierten.

Die CDU hingegen warf den Antragstellern vor, mit ihrem Antragstext nicht zielführend zu sein. Statt eines neuen Konstrukts sollten die Probleme der Vergangenheit – Klipper nannte den problematischen Ankauf von zwei Grundstücken in Köln-Mülheim, die dem Grünzug Charlier zugeschlagen werden sollten – in entsprechenden Einzelentscheidungen gelöst werden. Vielmehr müsste der Verwaltung ausdrücklich gestattet werden, Grundstücke auch zu höheren Preisen als den für Grünflächen üblichen zu kaufen. „Das ist in ihrem Antrag nicht drin“, so der Konter Klippers.

Unabhängig von dieser Detailkritik waren sich aber die meisten Ratsmitglieder darüber im Klaren, dass Köln in diesem Punkt einen Zielkonflikt hat. So werde man als eine der ganz wenigen Städte voraussichtlich bis ins Jahr 2025 hinein einen Geburtenüberschuss und damit auch einen entsprechenden Flächenbedarf haben. Das nun abgestimmte Konzept soll die Stadt verpflichten, anders mit seinen Grundstücken umzugehen, wie Grünen-Fraktionschefin Barbara Moritz erklärte. „Wenn wir bei Baumaßnahmen in Grünflächen eingreifen, soll der Betrag aus der sich daraus ergebenden Wertsteigerung auch für den Ankauf neuer Grünflächen ausgegeben werden“, erklärte die Grünen-Fraktionschefin den Ansatz des Antrags. Dem schloss sich auch SPD-Mann Manfred Waschek an. „Ein nachhaltiger Umgang mit Flächen ist dringend angeraten. Dabei hat die Innenentwicklung erste Priorität. Wir müssen mit allen Mitteln um Verständnis für maßvolle Nachverdichtung werben“, so der SPD-Ratsherr. Auch FDP-Fraktionschef Ralph Sterck begrüßte die Entscheidung, mit neuen Ansätzen mehr Grünflächen in Köln zu schaffen. Wie seine Vorredner auch, verwies Sterck darauf, dass dies nur der erste Schritt sein könne. Vor dem Hintergrund der Debatten um die südliche Vollendung des Inneren Grüngürtels wollte der liberale Stadtverordnete aber die Verwaltung nicht ganz ohne Kritik aus der Diskussion entlassen. Vor dem Hintergrund der Planungen, auf dem ehemaligen Gelände der Dombrauerei einen FH-Campus zu errichten, ging Sterck den verantwortlichen Dezernenten an. „Hier hat die Liegenschaftsverwaltung offenbar geschlafen. Das Grundstück war jahrelang auf dem Markt, aber nichts ist passiert“, so der FDP-Fraktionschef in Richtung Liegenschaftsdezernent.

Der Antrag wurde gegen die Stimmen der CDU mit Mehrheit beschlossen.







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