Wetter

Anzeige:

Boersen News





Köln Nachrichten Neu


zum Archiv ->

Köln Nachrichten bei Twitter

Follow us

30. 07. 2014
Seite drucken

Stadtrat soll europaweite Ausschreibung für Objektplanung der Oper beschließen


05.06.2010 13:27 von:

Schlagwörter: Köln,Stadtrat,Objektplaner,europaweit,Ausschreibung,Verwaltungsvorlage,Juni,2010

Die Planungen für die Sanierung von Oper und Schauspiel am Kölner Offenbachplatz laufen auf Hochtouren. Wie die Stadt Köln am gestrigen Freitag verkündete, soll der Stadtrat bereits auf seiner nächsten Sitzung am 17. Juni dieses Jahres eine Verwaltungsvorlage beraten, die ein europaweites Ausschreibungsverfahren für eine neue Objektplanung starten soll. Damit einher geht ein erheblicher Zeitgewinn, wie die Verantwortlichen weiter erläuterten. Nach Angaben der Stadt spare man mit der Einbringung dieser Vorlage rund drei Monate Zeit ein. Am 13. April dieses Jahres hatte der Stadtrat mit einer hauchdünnen Mehrheit dem Anliegen des erfolgreichen Bürgerbegehrens dem städtischen Eigenbetrieb Bühnen zur Aufgabe gemacht, kurzfristig Vorschläge für die umfangreiche Sanierung von Oper und Schauspiel vorzulegen. Ursprünglich hatte der Stadtrat im Dezember vergangenen Jahres einen Neubau des Kölner Schauspielhauses vorgesehen. Ein entsprechender Ideenwettbewerb war im Sommer 2008 entschieden worden und sah einen 230 Millionen teuren und teilweisen tiefergelegten neuen Gebäudekomplex vor. Wegen drastisch gestiegener Kosten stoppte der damalige Kölner Oberbürgermeister im Frühsommer vergangenen Jahres die Planungen. Mit einem neuerlichen Kostendeckel in Höhe von 295 Millionen Euro sollte daraufhin ein überarbeitetes Konzept realisiert werden. Dies wurde jedoch in seinem Raumprogramm erheblich eingekürzt, wie Kritiker schnell erkannten. Eine zu Beginn dieses Jahres ins Leben gerufene Initiative mit Namen "Mut zur Kultur" sammelte daraufhin Unterschriften für ein Bürgerbegehren, was bereits Wochen vor der offiziellen Abgabefrist die notwendige Anzahl gültiger Unterschriften übertraf. (Köln Nachrichten berichtete)

Allerdings ist es nach Darstellung der Stadtverwaltung aus vergaberechtlichen Gründen nicht möglich, die bisher beauftragten Objektplaner weiter zu beschäftigten. Die Planungsleistungen müssen außerdem aufgrund der veränderten Bietermarktrelevanz europaweit ausgeschrieben werden. Derzeit arbeiten Experten an einer Machbarkeitsstudie, um die Bedingungen der verschiedenen Planungsvarianten zu untersuchen. Mit einem konkreten Planungsauftrag sei jedoch erst im Herbst dieses Jahres zu rechnen. Weil aber der Ratsbeschluss vom 13. April die Leistungen der Objektplanung bereits hinreichend beschrieben habe, könne die Ausschreibung für einen neuen Objektplaner bereits jetzt und nicht erst mit Beschluss des eigentlichen Sanierungsauftrags starten, begründete die Stadt den Zeitgewinn. Der zukünftige Objektplaner könne so bereits im Herbst und damit unmittelbar nach dem geplanten Beschluss des Stadtrates mit seiner Arbeit beginnen. Ursprünglich sah der Zeitplan vor, dass der neue Objektplaner zu Beginn des kommenden Jahres seine Arbeit hätte aufnehmen können.

Beide Seiten zeigten sich mit dem weiteren Vorgehen zufrieden. "Dieser Vorschlag für einen direkten Vergabestart zeigt, dass der Ratsbeschluss vom 13. April nicht zu der vielfach befürchteten Zeitverzögerung im neuen Planungsprozess führen muss. Dass gut einen Monat vor dem ursprünglich geplanten Bürgerentscheid die Weichen für eine lückenlose Fortsetzung der Bauplanung gestellt sind, macht Mut für die Zukunft", erklärte der Sprecher der Initiative "Mut zur Kultur", Jörg Jung. Die Bürgerinitiative und ihre zahlreichen Helfer hatten für das Bürgerbegehren mehr als 50.000 Unterschriften gesammelt. Erst vor wenigen Tagen wurden verschiedene Utensilien zu Ausstellungsstücken im Kölnischen Stadtmuseum.







Artikel Service