19. 06. 2013
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Stadtrat will Bundesgartenschau nach Köln holen
„Das ist in der Tat eine historische Entscheidung“, erklärte
CDU-Stadtrat Dr. Michael Paul. Bereits in den Jahren 1957 und 1971 war
die Domstadt Austragungsort der Leistungsschau. Auch wenn sich der
Charakter der Veranstaltung gewandelt hat, fiel der gemeinsame Antrag von CDU, SPD, Grünen und FDP auch bei den
anderen Formationen auf Gegenliebe und Unterstützung. Ohne eine einzige
Gegenstimme wurde beschlossen, die Verwaltung mit der Ausarbeitung
eines entsprechenden Bewerbungskonzeptes zu beauftragen.
Innerer Grüngürtel soll geschlossen werden
Die städtebauliche Chancen einer solchen Bewerbung, für die
Bundesmittel in Millionenhöhe bereit gestellt werden können, sind nicht
zu unterschätzen. Besonders die Schließung der Lücke im Inneren
Grüngürtel sowie die mögliche Bereitstellung der derzeit noch als
Großmarkt genutzten Hallen als zentraler Veranstaltungsstandort machen
den Charme dieses Antrags aus. Allerdings ist der Zeitpunkt 2021 schon
fast wieder knapp bemessen, wie FDP-Fraktionschef Ralph Sterck
bemerkte. „Die Dinge sind nicht ganz kompatibel“, bemerkte Sterck und
erinnerte die Ratskolleginnen und –kollegen bei aller Euphorie für die
Idee daran, dass die Pachtverträge für den jetzigen Großmarktstandort
bereits im Jahr 2020 auslaufen. „Und zwar spätestens“, wie Sterck
ergänzte. Dabei kritisierte der liberale Stadtentwicklungsexperte die
leichtfertige Verlängerung einiger Pachtverträge noch vor wenigen
Jahren, während die Verpachtung des Südstadion-Parkplatzes um fünf
Jahre Probleme mache.
Unkenrufe wollten die Unterstützer aus den Reihen von SPD und Grüne
aber nicht gelten lassen. Die Aussicht auf eine Bundesgartenschau
beinhalte faszinierende Perspektiven, erklärte deren umweltpolitische
Experten. „Wir sagen Ja zu einer weiteren Buga“, erklärte der
Vorsitzende im Kölner Umweltausschuss Götz Bacher. Auch die
Grünen-Ratsfrau Dr. Sabine Müller war von der Idee angetan, machte aber
auf die bevorstehenden Schwierigkeiten aufmerksam. „Die Verwaltung wird
einen langen Atem brauchen“, so Müller. Auch für die Ratsfrau der
Grünen steht die Schließung der Grünlücke im Bereich der Südstadt als
einer der wesentlichen Maßnahmen an, die mithilfe möglicher
Bundesgelder im Rahmen der Vorbereitungen angegangen werden können. Sie
verspricht sich von der Verwaltung ein „innovatives und nachhaltiges
Durchführungskonzept“
Regionale 2010: Grünprojekte finden ihre Fortsetzung
Noch aus einem anderen Grund macht eine Bewerbung zur Durchführung
einer Bundesgartenschau Sinn. Bereits im Rahmen der Regionale 2010 ist
die Stadt Köln mit zahlreichen Grünprojekten vertreten. So soll dabei
unter anderem der Ausbau des Äußeren Grüngürtel sowie die stärkere
Profilierung der so genannten „radialen Grünachsen“ forciert werden. In
diesem Zusammenhang machten die Redner auch darauf aufmerksam, den
regionalen Aspekt in einer möglichen Bewerbung hervorzuheben. Schon mit
den Regionale-Projekten zeigt sich das Zusammenwachsen Kölns und seiner
Umlandgemeinden. Das würde mit einer BUGA zehn Jahre danach seine
natürliche Fortsetzung finden. Die Planungen dafür müssen allerdings
schon früh beginnen, nach Meinung des FDP-Manns Sterck bereits zehn
Jahre vor Beginn. In diesem Zusammenhang können sich die Ratspolitiker
auch den Ausbau des äußeren S-Bahn-Rings mit einer möglichen
Haltestelle Bonner Straße (Höhe Großmarkt) vorstellen, wie Paul
abschließend anmerkte.






















