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Stadtrat will Bundesgartenschau nach Köln holen


23.06.2008 22:00 von:

Schlagwörter: Köln,Stadtrat,Debatte,Bundesgartenschau,Innerer Grüngürtel,Großmarkt,Regionale 2

  „Das ist in der Tat eine historische Entscheidung“, erklärte CDU-Stadtrat Dr. Michael Paul. Bereits in den Jahren 1957 und 1971 war die Domstadt Austragungsort der Leistungsschau. Auch wenn sich der Charakter der Veranstaltung gewandelt hat, fiel der gemeinsame Antrag von CDU, SPD, Grünen und FDP auch bei den anderen Formationen auf Gegenliebe und Unterstützung. Ohne eine einzige Gegenstimme wurde beschlossen, die Verwaltung mit der Ausarbeitung eines entsprechenden Bewerbungskonzeptes zu beauftragen.

Innerer Grüngürtel soll geschlossen werden


Die städtebauliche Chancen einer solchen Bewerbung, für die Bundesmittel in Millionenhöhe bereit gestellt werden können, sind nicht zu unterschätzen. Besonders die Schließung der Lücke im Inneren Grüngürtel sowie die mögliche Bereitstellung der derzeit noch als Großmarkt genutzten Hallen als zentraler Veranstaltungsstandort machen den Charme dieses Antrags aus. Allerdings ist der Zeitpunkt 2021 schon fast wieder knapp bemessen, wie FDP-Fraktionschef Ralph Sterck bemerkte. „Die Dinge sind nicht ganz kompatibel“, bemerkte Sterck und erinnerte die Ratskolleginnen und –kollegen bei aller Euphorie für die Idee daran, dass die Pachtverträge für den jetzigen Großmarktstandort bereits im Jahr 2020 auslaufen. „Und zwar spätestens“, wie Sterck ergänzte. Dabei kritisierte der liberale Stadtentwicklungsexperte die leichtfertige Verlängerung einiger Pachtverträge noch vor wenigen Jahren, während die Verpachtung des Südstadion-Parkplatzes um fünf Jahre Probleme mache.

Unkenrufe wollten die Unterstützer aus den Reihen von SPD und Grüne aber nicht gelten lassen. Die Aussicht auf eine Bundesgartenschau beinhalte faszinierende Perspektiven, erklärte deren umweltpolitische Experten. „Wir sagen Ja zu einer weiteren Buga“, erklärte der Vorsitzende im Kölner Umweltausschuss Götz Bacher. Auch die Grünen-Ratsfrau Dr. Sabine Müller war von der Idee angetan, machte aber auf die bevorstehenden Schwierigkeiten aufmerksam. „Die Verwaltung wird einen langen Atem brauchen“, so Müller. Auch für die Ratsfrau der Grünen steht die Schließung der Grünlücke im Bereich der Südstadt als einer der wesentlichen Maßnahmen an, die mithilfe möglicher Bundesgelder im Rahmen der Vorbereitungen angegangen werden können. Sie verspricht sich von der Verwaltung ein „innovatives und nachhaltiges Durchführungskonzept“

Regionale 2010: Grünprojekte finden ihre Fortsetzung

Noch aus einem anderen Grund macht eine Bewerbung zur Durchführung einer Bundesgartenschau Sinn. Bereits im Rahmen der Regionale 2010 ist die Stadt Köln mit zahlreichen Grünprojekten vertreten. So soll dabei unter anderem der Ausbau des Äußeren Grüngürtel sowie die stärkere Profilierung der so genannten „radialen Grünachsen“ forciert werden. In diesem Zusammenhang machten die Redner auch darauf aufmerksam, den regionalen Aspekt in einer möglichen Bewerbung hervorzuheben. Schon mit den Regionale-Projekten zeigt sich das Zusammenwachsen Kölns und seiner Umlandgemeinden. Das würde mit einer BUGA zehn Jahre danach seine natürliche Fortsetzung finden. Die Planungen dafür müssen allerdings schon früh beginnen, nach Meinung des FDP-Manns Sterck bereits zehn Jahre vor Beginn. In diesem Zusammenhang können sich die Ratspolitiker auch den Ausbau des äußeren S-Bahn-Rings mit einer möglichen Haltestelle Bonner Straße (Höhe Großmarkt) vorstellen, wie Paul abschließend anmerkte.







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