27. 05. 2012
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CDU will Externe in Aufsichtsräte entsenden
Am heutigen Donnerstag ist Ratssitzung. Voraussichtlich wird es wieder ein später Abend. Der Grund dafür liegt in den langen Wahllisten für die Ausschüsse, deren Zusammensetzung am heutigen Nachmittag per Beschluss festgelegt werden soll. Die Kölner Christdemokraten wollen dabei auch ein kleines Stück ihrer im Wahlkampf abgegebenen Versprechen wahrmachen und externen Sachverstand für die Besetzung von Aufsichtsräten in den städtischen und stadtnahen Gesellschaften vorzuschlagen. So soll der langjährige CDU-Fraktionsvize im Bundestag, Wolfgang Bosbach, in den Verwaltungsrat der Sparkasse KölnBonn gewählt werden. Der Vorsitzende des Ausschusses für Industrie, Forschung und Energie im Europäischen Parlament, Herbert Reul, ist für den Aufsichtsrat des Kölner Energieversorgers RheinEnergie AG nominiert. "Wir freuen uns, Persönlichkeiten mit hoher Kompetenz und bekannten Namen dabei zu haben", erklärte Fraktionschef Winrich Granitzka.
Einzig die Nominierung von Alt-Oberbürgermeister Fritz Schramma für den Posten als Aufsichtsrat in der Kölnmesse GmbH stößt außerhalb der CDU auf Kritik. Die Initiative "Köln kann auch anders" erhebt scharfe Vorwürfe gegen diesen Personalvorschlag. "Viele Kölner Büger sehen sich in ihrer Hoffnung auf eine Erneuerung in der Kölner Kommunalpolitik betrogen", so die Initiative im Vorfeld der heutigen Wahlsitzung. Vor dem Rathaus wolle man heute eine "bunte Versammlung" einberufen, um dem Ärger über diese Personalie Luft zu machen. "Schramma ist ganz sicher an diesem Platz der richtige Mann, um die Botschafterfunktion für den Wirtschafts- und Messestandort Köln weltweit gewinnbringend auszufüllen", verteidigt CDU-Fraktionschef Granitzka den Vorschlag.
Weitere Personalvorschläge sind unter anderem der Immobilienunternehmer Christoph Kahl (Jamestown) für den Aufsichtsrat der Stadtwerke Köln GmbH sowie der früherere Aachener Verkehrsdezernent Lars Möller für das Kontrollgremium der KVB. Die Besetzung der Aufsichtsräte mit externem Sachverstand war eines der zentralen Wahlkampfthemen der CDU und ihres damaligen Oberbürgermeister-Kandidaten Peter Kurth.

























