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27. 05. 2012
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HGK widerspricht Ausbaugegnern in Sachen Godorfer Hafen


19.06.2011 09:05 von:

Schlagwörter: Köln,HGK,Position,Hafenausbau,2011,Juni,Replik,Gutachten,Planco,Ausbaugegner

In der vergangenen Woche hatten die Kölner Haushalte Post bekommen. Dabei erhielten sie – ähnlich dem Prozedere eines normalen Urnengang für politische Wahlen, eine Wahlbenachrichtigung erhalten. Neben den wahlberechtigten sind bei der bevorstehenden Abstimmung auch die Einwohnerinnen und Einwohner aus Köln zugelassen, die aus Nicht-EU-Staaten kommen. HGK-Vorstandschef Horst Leonhardt hat sich nun erneut mit der Position der Ausbaugegner befasst und diese zurückgewiesen. "Deren Forderungen klingen vielleicht populär, sind aber in der Sache falsch", so der HGK-Chef wörtlich. Leonhardt forderte mehr Sachlichkeit und Fairness für die öffentliche Debatte und warnte vor bewussten Fehlinformationen.

"Der Ausbau des Godorfer Hafens ist die richtige Investition am richtigen Platz! Er ist dringend notwendig und wichtig für unsere Zukunft. Die Kritiker konstruieren mögliche Alternativen, etwa die Umnutzung von Flächen in Niehl. Sie wollen das Verkehrsproblem des Südens zu Lasten anderer Stadtteile lösen", legte Leonhardt nach. Das Gegenkonzept sei jedoch "nicht adäquat", da die bestehende Verkehrsinfrastruktur in den nördlichen Stadtteilen das zu erwartende Verkehrsaufkommen keinesfalls bewältigen könne. Massive Zweifel äußerte Leonhardt an der von der FDP vorgelegten Kostenrechnung von 184 Euro Umzugskosten pro Quadratmeter. Der verantwortliche HGK-Bereichsleiter Ludwig Peter nannte diese Berechnung "durchweg fehlerhaft". Hier seien Kosten für die Sanierung eines bestehenden Terminalteils mit dem Bau einer neu angelegten Containerfläche gleichgesetzt worden. "Dann wurde dieser falsche Wert auch noch für eine Fläche von 9,5 Hektar statt der tatsächlich sanierten 2,3 Hektar angesetzt. Das ist irreführend", meint Vorstandssprecher Leonhardt.

Folglich lesen beide Seiten das von beiden Seite zitierte Planco-Gutachten mit unterschiedlicher Interpretation. Während die Ausbaugegner das Gutachten als Kronzeugen für die eigenen Argumente benutzt, hat die HGK eine andere Lesart. "Der gesamte Containerumschlag wird sich bis 2025 verdreifachen. Der vorgesehene Hafenausbau in Godorf ist trotz der empfohlenen Maßnahmen in Niehl unbedingt erforderlich. Er ist die Voraussetzung, damit die empfohlenen Umstrukturierungen in Niehl langfristig möglich sind", hieß es in der offiziellen Stellungnahme der HGK. Quell- und Zielverkehr werden bis zum Jahr 2025 im Rheinland insgesamt um nochmals 60 Prozent zulegen, so die Einschätzung von Hans Königs von der Ingenieurgruppe IVV GmbH & Co. KG. Demnach bringe der Hafenausbau die dringend benötigten Spielräume, um einen Verkehrskollaps zukünftig zu vermeiden. "Jeder Lkw, der auf den stark befahrenen Straßen im Rheinland eingespart wird, sorgt für weniger Verkehr, weniger Unfälle und weniger Umweltbelastung", fasst Leonhardt die eigene Position zusammen.

Machen Sie mit bei unserer Online-Abstimmung zum Thema Godorfer Hafen. Den derzeitigen Stand hierzu finden sie im Internet unter: www.koeln-nachrichten.de.







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