27. 05. 2012
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IHK beendet "Superwahljahr 2009"
Nach Europa, Kommunal- und Bundestagswahlen steht für die Kölner Mitgliedsunternehmen der Industrie- und Handelskammer (IHK) derzeit noch ein weiterer Urnengang auf dem Programm. Seit der vergangenen Woche sind die insgesamt 140.000 Mitgliedsunternehmen des Kammerbezirks dazu aufgerufen, die zukünftige Zusammensetzung der IHK-Vollversammlung zu bestimmen. Das Gremium wird für einen Zeitraum von fünf Jahren gewählt und setzt sich aus insgesamt 92 Vertretern zusammen. Die Wahlen erstrecken sich über einen Zeitrum von vier Wochen, die Wahlperiode der jetzigen Vollversammlung endet mit Ablauf dieses Jahres. Die kommende Periode dauert folgerichtig vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2014 an.
Gemäß Wahlordnung der Industrie- und Handelskammer zu Köln wählen die Kammerzugehörigen in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl ihre Vollversammlung. Die Wahl erfolgt ausschließlich durch Briefwahl. Zur Durchführung der Wahl wurden die unterschiedlichen Wirtschaftsbranchen des Kammerbezirks in 32 Gewerbegruppen eingeteilt. Jeder Wahlberechtigte wählt Kandidaten aus der ihm zugewiesenen Gewerbegruppe. Insgesamt kandidieren 173 Personen für einen Sitz in der neuen Vollversammlung, die auch das "Parlament der Wirtschaft" genannt wird. Zu den wesentlichen Aufgaben der Vollversammlung gehört die Richtlinienbestimmung der IHK-Arbeit, Beschlüsse und Änderungen zur Satzung sowie die Festlegung von Wahl- , Beitrags-, Sonderbeitrags- und Gebührenordnung. Außerdem legt sie den Wirtschaftsplan fest und bildet Ausschüsse und örtliche Wirtschaftsgremien. Auch die Prüfungsordnungen sowie die Vorschriften zur öffentlichen Bestellung von Sachverständigen fallen in den Zuständigkeitsbereich des Gremiums.
Wie in einem ordentlichen Parlament bestimmt die Vollversammlung die Spitzen der Repräsentanz und der Geschäftsführung. Sie wählt den Präsidenten der IHK und seine Stellvertreter und auch die Berufung des Hauptgeschäftsführers ist Sache des Gremiums. Die demokratische Willensbildung innerhalb der Kammer sei eine wesentliche Voraussetzung zur Legitimation von Forderungen der Kammer an die Politik. In Köln und den anderen Gemeinden des Kammerbezirks spielt die IHK eine wichtige Rolle bei Standortentscheidungen. So sitzt traditionsgemäß ein Geschäftsführer der IHK unter anderem als Mitglied im Kölner Wirtschafts- und Stadtentwicklungsausschuss, der über die wichtigste Bauprojekte in der Stadt berät. Dort waren bislang Detlev Sachse und Ulrich Soénius als Vertreter der Kölner Wirtschaft aktiv.

























