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27. 05. 2012
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Knapper Sieg für Bietmann im Bundestagswahlkreis Köln II


18.09.2008 22:00 von:

Schlagwörter: Dr. Rolf Bietmann,CDU,Bundestagswahl,2009,Wahlkreis Köln II

„Einer mit Ecken und Kanten“, wie er sich selbst einstuft.   Nun setzt der 54-Jährige, der direkt gegenüber des Kölner Gürzenich eine Kanzlei betreibt, erneut zum Sprung auf die große Politikbühne an. Bei der Nominierungsveranstaltung der Christdemokraten am gestrigen Donnerstag kehrte der CDU-Politiker auf die politische Bühne zurück. Mit 168 zu 146 Stimmen setzte sich Bietmann in der Stichwahl gegen seine Konkurrentin Dr. Sandra Kossmann durch. Der Stern des gewieften Politikers begann im Dezember 2002 mit der Abstimmungsniederlage beim geplanten Verkauf der GAG im Stadtrat zu sinken. 2003 musste sich Bietmann sogar ganz aus der Fraktionsführung zurückziehen. Auch sein Bundestagsmandat war nicht von langer Dauer. 2005 verlor er den Kampf um das Direktmandat im Wahlkreis Köln II gegen seine SPD-Konkurrentin Dr. Lale Akgün. Nach den jahrelangen Auseinandersetzungen, insbesondere mit seinem Gegenspieler Richard Blömer, wurde es ruhiger um Bietmann. Lediglich der Posten als Vorsitzender des Aufsichtsrates der RheinEnergie AG blieb dem 54-Jährigen.

Die Reaktionen zur Rückkehr Bietmanns fallen geteilt aus, auch in der Resonanz der Lokalpresse. So betonte die Könische Rundschau vor allem die Art und Weise mit der der Polit-Routinier seine beiden Kontrahenten in die Schranken wies. Neben Kossmann trat auch Dr. Andreas Reimann an. Doch nur Kossmann, die auch von anderen CDU-Größen unterstützt wurde, schaffte es in die Stichwahl. Dem 54-Jährigen bescheinigte die Zeitung, dass der „glänzende Redner“ nicht zu letzt durch seine Taktik, auch die vielen CDU-Mitglieder aus dem Kölner Süden in ihrer Ablehnung des Hafenausbaus in Godorf, die Mehrheit der Mitglieder auf seine Seite ziehen konnte. Der Kölner Stadt-Anzeiger ging darauf fast gar nicht ein. In deren Bericht ging es vor allem um eine Wirtschafts- und Politikberatungsfirma namens PKR, an der auch andere Politgrößen wie Friedhelm Ost oder Georg Wilhelm Adamowitsch beteiligt sind. Vorsitzender des Beirats ist der ehemalige Bundesminister und NRW-Ministerpräsident Wolfgang Clement. Die Beratungsfirma wurde nach dem Ausscheiden Bietmanns aus dem Bundestag gegründet, sollte der CDU-Politiker tatsächlich wieder in das deutsche Parlament einziehen, würde er sich aber von seinen Anteilen wieder trennen.

Im Bezirksrathaus Chorweiler wählten die Wahlkreismitglieder der CDU bereits zu Beginn der Woche den amtierenden Schatzmeister der Kreispartei Artur Tybussek zu ihrem Wahlkreiskandidaten für den Bundestagswahlkreis 96 (oder Köln III). Tybussek wurde von 90,8 Prozent der Mitglieder gewählt. Bereits zuvor wurde mit Ursula Heinen die CDU-Kandidatin für den Bundestagswahlkreis 94 – Köln I bestimmt.








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