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27. 05. 2012
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Schwarz-Grüne Spitze in Köln-Lindenthal


02.11.2009 17:38 von:

Schlagwörter: Köln,Köln-Lindenthal,Bezirksvertretung,Bezirksbürgermeisterin,CDU,Grüne,SPD,List

Helga Blömer-Frerker (CDU) und der parteilose Roland Schüler, der für die Fraktion der Grünen nun schon seit 20 Jahren in der Bezirksvertretung sitzt, sind das neue Führungsduo in der Bezirksvertretung Lindenthal. Die gemeinsame Liste beider Parteien, die auch von der FDP-Fraktion in der BV unterstützt wurde, erhielt am heutigen Montag 14 der 19 abgegebenen Stimmen. Die SPD, nach den Kommunalwahlen mit nur noch vier Mitgliedern in der Lindenthaler Bezirksvertretung drittstärkste Fraktion, ging bei den Wahlen leer aus. Ihre Liste, die Lisa Steinmann als Bezirksbürgermeisterin vorsah, erhielt bei der Wahl lediglich fünf Stimmen. "Ich freue mich auf fünf weitere Jahre als Bezirksbürgermeisterin und ich freue mich, nun auch einen echten Stellvertreter zu haben", erklärte die neue und alte Bezirksbürgermeisterin nach der Wahl. Für 20 Jahre Zugehörigkeit wurde anschließend auch ihr Stellvertreter mit einer Flasche Wein gewürdigt. Für Blömer-Frerker, Ehefrau des umstrittenen ehemaligen Landtagsabgeordneten und CDU-Politikers Richard Blömer, bricht mit der Wahl die dritte Amtszeit an. In der vergangenen BV-Periode hatte die CDU-Politikerin das Amt inne, ohne dass sie bei ihren Terminen von einem offiziellen Stellvertreter oder einer Stellvertreterin entlastet wurde.

Versteinerte Minen hingegen bei den Sozialdemokraten. Sie hatten nach der Kommunalwahl wohl schon ahnen müssen, dass ihr Wunschtraum, die langjährige SPD-Bezirksvertreterin Steinmann als Nachfolgerin von Blömer-Frerker zu platzieren. Zuletzt sei den Grünen sogar der Posten des Bezirksbürgermeisters angeboten worden, wie der Vorsitzende der SPD-Fraktion in der BV Lindenthal, Wilfried Becker, verriet. Auch die erste Bürgermeisterin der Stadt, Elfi Scho-Antwerpes, verließ nach der Wahl die Sitzung und war wenig angetan von dem, was sie da miterleben musste. Kurz zuvor hatte sich bereits der Kölner SPD-Parteichef Jochen Ott verwundert über die Entscheidung der Grünen in Lindenthal gezeigt. Dass sich der Wunschpartner einer Koalition auf Ratsebene nun ausgerechnet im Stadtbezirk Lindenthal dazu aufmacht, der CDU zur Mehrheit für ihre Liste zu helfen, sei zu verurteilen. "Die Grünen haben die Chance auf einen Neuanfang der Politik auch im Stadtbezirk Lindenthal vertan"; so Ott in seiner Stellungnahme. Die unterlegene SPD-Kandidatin in Lindenthal jedenfalls ertrug es mit Fassung und Anstand. Das ganze habe aber noch eine andere Bedeutung. "Da wirft ein Licht auf die zukünftige Behandlung von Lindenthaler Themen im Stadtrat", deutete Steinmann an. Die Sozialdemokraten müssen wohl befürchten, dass künftig Themen aus dem westlichen Stadtbezirk bei der rot-grünen Ratskoalition "hinten an stehen" wird, ergänzte ihr Parteifreund Becker abschließend.







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