27. 05. 2012
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Sozialdemokraten gewinnen Kölner Direktmandate
So erhielt Dr. Lale Akgün (SPD) im Wahlkreis 95 (Lindenthal –
Rodenkirchen – Neustadt-Süd) mit knapp 43,7 Prozent der Stimmen das
Direktmandat vor ihrem Herausforderer Prof. Rolf Bietmann von der CDU.
Lediglich 34,6 Prozent der Wähler gaben ihm ihre Stimme. Die anderen
SPD-Kandidaten Rolf Mützenich (Wahlkreis 96 – Köln-Nord), Prof. Karl
Lauterbach (Wahlreis Köln-Leverkusen) und Martin Dörmann (Wahlkreis 94)
erzielten sogar noch höhere Ergebnisse und kamen damit an die guten
Werte der Bundestagswahl 2002 heran. Allerdings verlor die SPD – wie
auch auf Bundesebene – bei den Zweitstimmen deutlich. Nach 42,13
Prozent im Jahr 2002 erzielten die Sozialdemokraten bei dieser Wahl nur
38,62 Prozent. Auch CDU und Grüne verloren, wenn auch nicht ganz so
deutlich wie die SPD. Zulegen konnten hingegen FDP und die neue
Linkspartei. Die FDP errang dabei mit 11,4 Prozent (2002: 9,07 Prozent)
eines ihrer besten Wahlergebnisse überhaupt. Doch die ungetrübte Freude
wollte auch bei den Liberalen nicht aufkommen, rückte die
CDU-FDP-Koalition auf Bundesebene bereits um kurz nach 18:00 Uhr in
unerreichbare Ferne.
Große Freude hingegen bei den Linken. Mit 5,61 Prozent im Stadtgebiet
und 8,7 Prozent auf Bundesebene haben die Linken zwar ihr Ziel
verfehlt, zur dritten politischen Kraft im Bundestag aufzusteigen. Doch
mit voraussichtlich 54 Bundestagsabgeordneten liegen sie immerhin an
vierter Stelle.
Wer wird regieren?
In den nächsten Tagen wird sich zeigen, wer sich in den folgenden
Verhandlungen zur Bildung einer mehrheitsfähigen Regierung durchsetzen
wird. Die Kanzlerkandidaten von CDU/CSU und SPD jedenfalls sehen sich
beide bestätigt. Die CDU/CSU wird als stärkste Fraktion wohl mit der
Regierungsbildung beauftragt. Ob es jedoch zu einer großen Koalition
mit der SPD kommen wird, ist nach den Aussagen der führenden Vertreter
eher fraglich. Auch ein Zusammengehen zwischen Schwarz, Gelb und Grün
werden wenig Chancen eingeräumt, obwohl im Laufe des heutigen
Vormittags eine mögliche "Jamaika-Koalition" als denkbare Alternative
immer häufiger genannt wurde. Ob hingegen SPD und Grüne zukünftig mit
der FDP oder den Linken zusammenarbeiten werden, ist ebenfalls
anzuzweifeln. So könnten die Deutschen schon bald wieder zur Wahlurne
gebeten werden. Diese könnte nach Ansicht von Wahlexperten noch in
diesem Jahr stattfinden, vorausgesetzt keiner der beiden Kontrahenten
erzielt in den anstehenden Wahlgängen des Bundestages die erforderliche
absolute Mehrheit. Es bleibt also spannend.
Links zu den Wahlen 2005: Ergebnisse der Kölner Wahlkreise finden Sie unter: wahlen.stadt-koeln.de/bundestagswahl
Ergebnisse zur Gesamtwahl finden Sie unter: www.bundeswahlleiter.de/bundestagswahl2005/ergebnisse/bundesergebnisse.

























