27. 05. 2012
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Wenig Interesse an Blau-Gelb
(js) Der Name des "geschätzten Koalitionspartners" in Düsseldorf fiel kaum, dafür nannte Andreas Pinkwart, Wirtschaftsminister in Düsseldorf und Landesvorsitzender der NRW-FDP, um so öfter die Linke beim Namen. Denn die ist bei der Landtagswahl sein Hauptgegner. Am Samstag eröffneten die Liberalen in Köln die "heiße Wahlkampfphase", an deren Ende die FDP am 9. Mai wieder mit der CDU in Düsseldorf regieren will. Es ist eine "Richtungswahl", hatte zuvor der neugewählte NRW-Generalsekretär Joachim Stamp klargestellt: entweder Fortsetzung der bisherigen "exzellenten Regierungspolitik" oder ein "rot-grün-linksradikales Experiment".
Bildungspolitik mit "verlässlichen Kindertagesstätten", einem "vielfältigen Schulsystem" statt der "Einheitsschule", der Ausbau des Verkehrsnetzes und neue umweltfreundliche Industrien sowie soziale Gerechtigkeit nannte Pinkwart als wichtigste politische Ziele. "Es muss ein Unterschied sein, ob jemand morgens aufsteht , seine Kinder versorgt, die Ärmel aufkrempelt und zur Arbeit geht, oder aber liegen bleibt", griff er den Einsatz seines Bundesparteichefs Guido Westerwald für die "soziale Marktwirtschaft" auf. Er wolle bis zum Vorabend des 9. Mai dafür kämpfen, dass die Linke nicht an die Macht komme. Die Grünen nannte er "das eigentliche trojanische Pferd für eine linke Koalition". Wichtiger als politische Information schien bei Sonnenschein und kühlen 12 Grad den Passanten in Kölns Einkaufszentrum allerdings der Besuch der umliegenden Geschäfte. Nur wenige nutzten die Gelegenheit zu einem Gespräch mit Pinkwart und den Kölner Kandidaten der selbsternannten "Aufsteiger"-Partei.

























