27. 05. 2012
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Zwei Bundesvorstände der Grünen Jugend kommen aus Köln
So wurde die ehemalige Sprecherin der Grünen Jugend Köln Kathrin
Hennegberger neu in den Bundesvorstand aufgenommen, ihr Parteifreund
Ario Ebrahimpour Mirzaie wurde von den Delegierten in ihrem
Vorstandsamt bestätigt, wie die Kölner Grünen am gestrigen Dienstag
meldeten. Der Jugendverband von Bündnis 90/Die Grünen debattierte auf
dem Kongress über seine Visionen von einer jungen und
zukunftsgerichteten Gesellschafts- und Familienpolitik.
Bereits am vergangenen Freitag hatte sich die Grüne Jugend mit einer
Resolution gegen die Vorratsdatenspeicherung ausgesprochen und eine
entsprechende Aktion in der Würzburger Innenstadt veranstaltet. Das
Gesetzesvorhaben soll kommende Woche im Bundestag behandelt werden. Der
Kongress-Samstag drehte sich um den Leitantrag zum Thema Gesellschafts-
und Familienpolitik. Neben umfassenden Forderungen zur Bildungs- und
Sozialpolitik spricht sich die Grüne Jugend darin für einen
Familienvertrag als Alternative zur Ehe aus und unterstreicht darin
auch ihre Forderung nach einem Adoptionsrecht für Homosexuelle. "Der
Familienbegriff wie wir ihn heutzutage benutzen ist überholt. Die
Jugendorganisation der Grünen fordert daher die Abschaffung der
konventionellen Ehe und die Einführung eines Familienvertrages. Dieser
garantiert nicht nur homosexuellen Paaren sondern auch selbst gewählten
Familienmodellen außerhalb der biologischen Familie die finanziellen,
grundrechtlichen und juristischen Vorzüge die bisher nur die Ehe
genießt", so Vorstandsmitglied Mirzaie.
"Umwelt und Naturschutz müssen endlich zu einer Selbstverständlichkeit
in unserer Gesellschaft werden.Wir brauchen eine revolutionäre
Veränderung unseres Verhaltens, wollen wir das Klima ehrlich schützen.
Unser Überleben und das unserer Kinder hängt davon ab, ob wir es
schaffen, eine ökologisch nachhaltig handelnde Gesellschaft zu
erstreiten“, ergänzt Vorstandskollegin Hennegberger. Auch in
gesellschafts- und schulpolitischen Angelegenheiten fordert die Grüne
Jugendorganisation radikale Schritte. So sprachen sich die Delegierten
mehrheitlich gegen Studiengebühren sowie für eine Abschaffung des
dreigliedrigen Schulsystems aus. Vorbild dafür sei Skandinavien, hieß
es auf dem Kongress abschließend.

























