27. 05. 2012
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Cologne Falcons schassen Head-Coach Michael Davis
Auch Headcoach Michael Davis musste vorzeitig seinen Hut nehmen,
nachdem bereits kurz zuvor Defence Coach Love Ward den Verein verließ.
Im Umfeld des Fördervereins spricht man von Umstrukturierungen, die
wichtig für eine optimale Verbesserung in der nächsten Saison sind. An
Michael Davis Stelle tritt ausgerechnet sein ehemaliger Coach Kirk
Heidelberg. Dass es schon lange nicht mehr so harmonisch bei den
„Cologne Falcons“ zuging, war ein offenes Geheimnis. Aber darüber reden
wollte kaum einer, auch die Öffentlichkeit bekam nichts davon mit. „Die
sind doch alle zu feige, um den Mund aufzumachen“, so Thomas Kowalski,
ehemaliger Leiter Organisation Spielbetrieb bei den „Cologne Falcons“,
der sein Amt auf Druck aus dem Umfeld des Fördervereins niederlegen
musste, um Michael Davis aus der Schusslinie zu nehmen.Dass es
natürlich in erster Hinsicht um Geld geht, macht die Sache nicht
einfacher. Vor einigen Wochen – so erzählt Davis - kündigte Alex
Verbeeck dem Head Coach, nachdem der Aufstieg des Teams gesichert war,
kurz und bündig und ohne Erklärung an, dass er zukünftig mit weniger
Geld im Monat rechnen müsste. Für den 3-fachen Familienvater ein
Schock, zumal man ihm eine Erklärung schuldig blieb.
Doch damit nicht genug. Laut Thomas Kowalski folgten Schikanen am
Spielfeldrand und telefonisch wurde ständig Kritik an dem beliebten
Head Coach geübt. „Für mich war und ist das Mobbing. Die wollten den
Michael loswerden, weil er beliebt ist und das können die nicht
vertragen“, so Kowalski. Kritik entzündet sich vor allem an den
Mitgliedern des Fördervereins Ralf Markus und Alexander Verbeeck, die
sich bereits im Vorfeld durch einige undurchsichtige Manöver keine
Freunde gemacht haben. Will man dem Großteil der Spieler glauben
schenken, dann sieht es für die Zukunft der „Cologne Falcons“ nicht
rosig aus. Einige kündigten bereits an den Verein zu verlassen, denn
Michael Davis war ihr Vorbild, der das Team zusammen hielt. Er kümmerte
sich auch privat um die Belange und Probleme der Spieler, zeigte sich
für die Pressearbeit verantwortlich und verhandelte mit Sponsoren. Wie diese seinen Rauswurf aufnehmen werden, wird sich zeigen.
“Es ist
schade, dass ein so gutes Team durch zwei unfähige Personen kaputt
gemacht wird, aber leider sind den Organisatoren vom TV Rodenkirchen
die Hände gebunden. Da wurden wohl gleich zu Anfang immense Fehler
gemacht und denen zuviel Macht in die Hände gespielt. Was dabei heraus
kommt, sehen wir ja jetzt“, erklärte Kowalski weiter. Davis hingegen
hat bereits etliche Angebote bekommen. Um weiteren Spekulationen
vorzubeugen – er hat nicht vor eines der Angebote in Erwägung zuziehen.
Für Michael Davis ist American-Football im Augenblick nicht das
Wichtigste. „Im Augenblick ist mir das Wohl meiner Familie das
Wichtigste. Wir erwarten bald unser viertes Kind und meine Frau Claudia
braucht jetzt Ruhe. Die Aufregungen der letzten Wochen waren für uns
alle zu viel.“ so der Ex-Headcoach.
Michael Davis hat in der Vergangenheit u.a. die „Cologne Crocodiles“
zum Erfolg geführt und die „Cologne Falcons“ in die 1. Bundesliga
gebracht. Davis wird in Zukunft ein eigenes Projekt angehen, in dem er
allein die Fäden in der Hand. „ Ich möchte mit Menschen arbeiten, denen
ich vertrauen kann und für die Menschlichkeit an erster Stelle steht
und nicht nur der reine Profit“, so Davis. Wir dürfen gespannt sein
Text: Martina Uckermann

























