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27. 05. 2012
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Felix Sturm behält Weltmeistertitel


25.06.2011 22:33 von:

Schlagwörter: Köln,lanxess arena,Felix Sturm,Matthew Macklin,2011,Juni,Box-Weltmeister,Titelve

"Von Kölner zu Kölnern, das geht auch lauter”, so einer der ersten Sätze des neuen und alten WBA-Mittelgewichts-Boxweltmeisters Felix Sturm nach seinem knappen Sieg gegen den britischen Herausforderer Matthew Macklin ("Matt Mack”) in der ausverkauften lanxess arena. Hier standen sich am Samstagabend die beiden Profi-Boxer gegenüber und sie lieferten sich einen nahezu legendären Kampf mit einem Finish, das in der Boxwelt seinesgleichen sucht und nur selten findet. Die ersten Runden gingen dabei sicherlich an den Herausforderer, erst nach knapp der Hälfte der Kampfzeit traf auch Sturm immer häufiger. Und in der zweiten Hälfte schaffte es Sturm dann regelmäßig, die klareren Treffer an Kopf und Körper seines Gegners zu setzen. Das dürfte schließlich auch der Grund für den Sieg gewesen sein. Ich habe meinem Gegner am Anfang zu viel Raum gelassen. Aber beim Boxen muss man treffen", kommentierte der WBA-Champ seinen Sieg. "Ich glaube, ich habe gewonnen", erklärte sein Gegner, der nach eigener Meinung mehr Schläge ins Ziel gesetzt haben will.

Macklin überraschte den Weltmeister mit seinem unermüdlichen und sehr variablen Kampfstil. Beide in Normalauslage boxende Faustkämpfer unterscheiden gerade einmal drei Zentimeter Körpergröße und nur knapp 300 Gramm Lebensgewicht und so verliefen auch die ersten Runden. Während sich der in Großbritannien lebende Ire in seiner ihm eigenen Art in den Kampf hineinarbeitete, versuchte es der in Mostar geborene Wahl-Kölner mit Kontern. Die aber kamen in der Anfangsphase viel zu selten. Vor allem die gefürchtete linke Führhand Sturms kam zu selten, So machte der Brite die Pace und trieb seinen Gegner durch den Ring. Die meisten Schläge blieben aber an der soliden Doppeldeckung des Weltmeisters hängen. Allerdings deutete eine beständig gerötete Stelle an der linken Körperseite des Weltmeisters bereits ab der dritten Runde darauf hin, dass der Brite auch den durchtrainierten Körper des 32-jährigen Wahll-Kölners intensiv bearbeitet hatte.

Spätestens in der vierten Runde aber war der Favorit und Publikumsliebling hellwach und auf Augenhöhe. Immer häufiger ließ er seinen Gegner ins Leere laufen, die meisten Schlagversuche des Herausforderers blieben harmlos. Allerdings verhinderte die kurz geschlagene linke Führhand des Briten, dass Sturm seinen Kampfstil entwickeln konnte. In der Summe dürfte der Brite bis zur Halbzeit des Kampfes seine Führung nach Punkten behauptet haben. Weil er der aktivere der beiden Boxer war und deutlich mehr Schlagversuche setzte, hatte er trotz guter Deckung Sturms mehr Treffer auf seinem Konto als der Titelverteidiger. In der sechsten Runde war Sturm dann erstmals dominierend, wenn auch immer noch auf Konter ausgelegt. Aber der Kampf hatte jetzt das erhoffte Niveau, es wurde ein großer Kampf.

In den Runden sieben bis neun allerdings hielt der Herausforderer erfolgreich gegen. Der von seinen Fans erwartete Sturmlauf blieb weiter aus und der Brite setzte auch in dieser Kampfphase die häufigeren Treffer. In der neunten Runde zeigte sich das beständige Trommelfeuer des variabel boxenden Gegners im Gesicht des Lokalmatadors. In Runde zehn zeigte dann der Weltmeister erneut, warum er den Titel trägt. Beide Boxer präsentierten sich in Topform, aber Sturm wirkte in dieser Runde frischer und aggressiver in seinen Schlägen. Kurz vor Ende der Runde hatte der Weltmeister seinen Gegner sogar in der Ecke und traf einige Male mit seiner starken rechten Schlaghand. Aber der Brite schaffte erneut, sich aus der Bedrängnis zu befreien. In der vorletzten Runde warteten die Zuschauer im vollbesetzten Rund vergeblich auf die Entscheidung. Macklin blieb fit und in Höchstform. Sturm schaffte es nicht, seine überlegenen boxerischen Fertigkeiten in Treffer auf Gesicht und Körper zu setzen, zu selten kam der Weltmeister gegen den quirrligen Gegner zu eigenen Treffer, auch wenn die Schläge des Briten längst an Präzision verloren hatten. In Runde zwölf half dem Weltmeister eigentlich nur noch ein Niederschlag, um den Kampf gegen den "Arbeiter" von der Insel zu gewinnen. Und ganz zum Schluss holte der Weltmeister zum letzten Schlagabtausch aus. Die letzten zehn Sekunden war wohl so etwas wie der Endspurt. Vor allem Sturm zeigte noch einmal sein boxerisches Repertoire und deckte seinen Gegner mit einer ganzen Serie von Treffern ein.

Doch das Warten auf das Urteil der Kampfrichter wurde zur Frage des Sporttages. Beide Sportler, die an diesem Abend kurz vor Mitternacht nach mehr als einer Dreiviertelstunde Hochleistungssport wahrhaft Werbung für diese Sportart gemacht haben, ließen sich durch den Ring tragen. Allerdings hatte auch hier der brite das bessere Timing. Sehr zum Unwillen im weiten Runde der lanxess arena ließ er sich als erster von seinem Betreuerstab als Sieger und damit als neuer WBA-Weltmeister im Mittelgewicht feiern. Erst als auch der Weltmeister durch den Ring getragen wurde. Zwei der drei Ringrichter sahen den Weltmeister mit jeweils vier Runden vorne. ". Möglicherweise wird es bereits im November dieses Jahres einen Rückkampf geben, so der Herausforderer, der sogar in deutscher Sprache antwortete. In jedem Fall war es Werbung für den Boxsport.







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