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27. 05. 2012
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Großes Finale im Super Bowl 2006


25.01.2009 21:29 von:

Schlagwörter: Köln,Superbowl,American Football,Finale,USA,Spielbericht,2006

Das ist Teil des neuen TV-Vertrages mit der NFL Europe. Für die ARD, die in Detroit, Michigan, mit einem eigenen Produktionsteam vertreten ist, was das Premiere. Der deutschsprachige Ex-NFL-Spieler und Superbowl-Gewinner Tom Nütten wurde als Co-Moderator verpflichtet. Die Teams Seattle Seahawks und Pittsburgh Steelers traten gegeneinander an. Seattles Quarterback Matt Hasselberg weiß, dass die Pittsburg Steelers von Anfang an als Favoriten galten, „aber noch sei ja alles offen“ erklärte Seattles wichtigster Aufbauspieler vor dem Finale.
   
Der Ort des großen Finales in Detroit        

Vor rund 70.000 Zuschauern in der Ford Arena und ca. 8. Millionen Zuschauern an den Fernsehern startete das Spiel. Kick off durch die Seahawks, die gleich in den ersten Minuten durch die Steelers gestoppt wurden. Gefolgt von einem Laufspiel gewannen die Seahawks dann 10 yards. Runningback Shaun Alexander machte ein unglaubliches Laufspiel von fast 45 yards, aber den Pass von Quarterback Hasselberg konnte er nicht mehr fangen - somit unvollständig. Da blieb den Seahawks nur noch ein Field goal. Aber erst das 2. Field goal durch Josh Brown brachte den Seahawks die wichtigen 3 Punkte, nachdem sie schon einige Chancen vertan hatten.

Im zweiten Viertel schien es nicht besser zu laufen für Seattle, doch die Steelers mit ihrem noch sehr jungen Quarterback Ben Roethilsberger (23), sowie dem erfahrenen Runningback Jerome „the bus“ Bettis, der in seiner Heimatstadt Detroit wohl sein letztes großes Spiel gestaltete, holten auf. Dann ein Touchdown von den Seahawks, der aber von den Schiedsrichtern nicht anerkannt wurde, weil Darell Jackson seinen Gegenspieler kurz berührt hatte. Das wurde als Regelverstoß gedeutet. Eine verwirrende Entscheidung, aber das Wort des Schiedsrichters gilt. Die Seahawks waren weiter vom Pech verfolgt. Versemmelte Field Goals von Josh Brown, kaum Yard Gewinne durch Ballverluste – es sah nicht gut aus. Dann der erste Touchdown der Steelers. Anfangs war unklar, ob der Ball tatsächlich über der Linie war, oder erst nachträglich nachgeschoben wurde. Die Entscheidung nach längerer Prüfung mit Videobeweis durch die Schiedsrichter war eindeutig. Der Touchdown wurde anerkannt. Spielstand 7:3 für die Steelers. Schock für die Seahawks, zumal der eigene Touchdown nicht anerkannt wurde.

In der zweiten Halbzeit sollte es für Seattle nicht besser werden. Gleich in den ersten Minuten schlugen die Steelers zu. Touchdown durch Willi Parker nach einem sensationellen Lauf von 75 Yards. Eine großartige Leistung. Hasselbergs Passspiel auf Jerome Stevens brachte den ersehnten Touchdown für die Seahawks. Neuer Spielstand 14:10. Im dritten Viertel zeigt Pittsburgh wiederholt Stärke. Touchdown! Spielstand 21:10. Es wurde eng für die Seahawks. Hasselbergs Bemühungen scheiterten. Im Finale dann auch noch ein Fehlpass. Hasselberg hatte in den gesamten Playoffs und in 155 Versuchen keinen Fehlpass geworfen. Das tat weh. In der Schlussphase konnten die Seattle Seahawks das Steuer nicht mehr herumreißen. Selbst ein Touchdown wäre lediglich Ergebniskosmetik gewesen. Insgesamt war der Sieg der Pittsburgh Steelers, die eine großartige Leistung gezeigt haben, verdient.

Ein überglücklicher Jerome Bettis stand gerührt am Spielfeldrand. Es war sein letztes Spiel nach 14 Jahren Profi-Karriere und er krönte seine Laufbahn mit dem Super Bowl. Das hätte er sich nicht träumen lassen. Heimlicher Stars aber waren Ben Rothlisberger und Jerome  „the  Bus" Bettis. Mit nur 23 Jahren holte Rothlisberger  zusammen mit seinem Team die begehrte Trophäe nach Hause und das, obwohl ihm viele grobe Fehler unterliefen. Doch das zählte zum Schluss nicht mehr. Hasselberg – sichtlich geknickt – hatte trotzdem eine gute Leistung gezeigt. Headcoach Bill Cowher, der schon die obligatorische Gatorade-Dusche über sich ergehen ließ, gerührt bei der Siegerehrung: "Das hat mich stolz gemacht. Wir haben eine ganz spezielle Mannschaft und ein ganz spezielles Trainerteam. Ich bin so glücklich, dass wir dieses Baby jetzt mit nach Hause nehmen dürfen." Er streckte die "Vince-Lombardi-Trophäe" in die Höhe und gab sie an Jerome  „the  Bus" Bettis weiter. Der ließ seinen Gefühlen nun freien Lauf. Für ihn war das der größte Triumph seiner Laufbahn.

Wieder ein fantastisches Ereignis ist zu Ende gegangen. Steve Wonder heizte so richtig ein. Soul Ikone Aretha Franklin sang mit Glen Neville von den Neville Brothers die  US Nationalhymnde und in der Halbzeit rockten die Rolling Stones. Hollywood lässt grüßen, aber so lieben es die Amerikaner. Wie Jürgen Weber (Vorstand Lufthansa) so treffend sagte: „Wir können von den Amerikanern noch viel lernen!"

Text: Martina Uckermann







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