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27. 05. 2012
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Nach erneutem Dopingfall stellen ARD und ZDF ihre Live-Berichterstattung ein


25.01.2009 20:57 von:

Schlagwörter: Sport,Radsport,Live-Berichterstattung,ZDF,Tour de France 2007,ARD,Absage

Die Probe stammt aus einer Trainigseinheit am 8. Juni dieses Jahres. Das gab am heutigen Mittwoch der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) bekannt. Der BDR war von der Nationalen Anti-Doping-Agentur NADA über den positiven Analysebefund mit dem erhöhten Testosteronwert informiert worden. Sinkewitz wird nach seinem Unfall bei der Tour de France in einem Hamburger Krankenhaus behandelt. Der 26-Jährige war mit einem Zuschauer zusammengestoßen und hatte sich schwere Gesichtsverletzungen zugezogen. Er befindet sich derzeit in einem Hamburger Krankenhaus.

ARD und ZDF setzen Berichterstattung aus

Am Mittwoch Mittag trafen sich dann ARD-Programmdirektor Günter Struve und ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender, um über die Folgen zu beraten. Sie vereinbarten, bis zur Aufklärung der Vorwürfe die Berichterstattung über die Frankreich-Rundfahrt vorläufig auszusetzen. Vor allem auf junge Fahrer wie den 26-jährigen Radprofi aus Fulda habe man gesetzt. Der Ausstieg aus der Berichterstattung komme allerdings nicht überraschend, da die Verantwortlichen bereits in den vergangenen Tagen angedeutet hatten, dass die Berichterstattung eingestellt werde, sollten neue Dopingvorwürfe öffentlich werden. Die Maßnahmen seien überdies ein Beleg, dass das „neue Kontrollsystem“ funktioniere, wie ARD-Sprecher Rudolf Ganz bestätigte. Statt der Live-Übertragung der Radtour sendet die ARD heute ersatzweise eine Dokumentation über Doping im Radsport, hieß es vonseiten des öffentlich-rechtlichen Senders.

Sinkewitz gibt sich fassungslos


Patrick Sinkewitz muss sich nun innerhalb von fünf Tagen dazu äußern, ob er die Öffnung der B-Probe beantragen will. "Sollte die B-Probe den positiven Befund bestätigen, wird der BDR die Einleitung eines Verfahrens beim Bundessportgericht beantragen und Patrik Sinkewitz aus allen Kadern streichen", erklärte der Verband. Die Teamleitung des Bonner Radstalls will sein Team trotz der offensichtlichen Doping-Verstöße nicht aus der Tour nehmen, wie Teamsprecher Christian Frommert gegenüber der Hamburger Morgenpost erklärte. Inzwischen sei der Nachwuchsradfahrer mit sofortiger Wirkung suspendiert, hieß es dazu weiter. Pressemeldungen zufolge habe sich der Beschuldigte angesichts der Vorwürfe fassungslos. Sinkewitz ist nicht der erste, der aufgrund positiver Dopingproben aus dem Team fliegt. Kurz vor dem Giro d’Italia wurde der ebenfalls für T-Mobil fahrende Radprofi Sergej Gontschar nach Unregelmäßigkeiten erst suspendiert und anschließend entlassen. Ein ähnliches Schicksal dürfte auch Sinkewitz ereilen, stellte Frommert weiter klar.

Der so genannte T/E-Quotient (Verhältnis der Konzentration von Testosteron zu Epitestosteron), der im Urin ermittelt wird, darf maximal bei 4 zu 1 liegen. Liegt der Wert über dem zugelassenen Grenzwert, müssen weitere Kontrollen eingeleitet werden (u.a. Isotopenverhältnis-Massenspektrometrie).







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