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27. 05. 2012
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Neunte Ausgabe am "Monaco" des Inlinesports


25.01.2009 20:15 von:

Schlagwörter: Köln,Rollmöpse,Inline-Skating,Fühlinger See,Jahresevent,Sieger

Auf einem rund vier Kilometer langen Rundkurs am Ufer des Fühlinger Sees sowie im Start- und Zielbereich fanden an diesem Tag insgesamt zwölf Wettbewerbe aller Altersklassen statt. Den Anfang machte der Nachwuchs mit zwei Anfängerwettbewerben, anschließend ermittelten die Schülerinnen und Schüler sowie die Jugendlichen ihre schnellsten Skater. Je nach Alter mussten 436 Meter bis fast acht Kilometer (zwei große Runden) zurückgelegt werden. Dann kamen die Rennen der Erwachsenen mit der Stadtmeisterschaft im Halb-Marathon (ab 15 Uhr über 21 Kilometer), die großen Skater-Preise für Damen und Herren (jeweils 11,95 Kilometer) sowie die Mannschaftswertungen. Nachdem es vor dem Start der ersten Rennen einige Tropfen regnete, mussten die Organisatoren zunächst befürchten, dass die Rennen auf nasser Strecke stattfinden. Allerdings klarte es um die Mittagszeit auf, so dass der Halbmarathon und auch die folgenden Rennen bei herrlichem Skaterwetter (22 Grad Celsius und Sonnenschein) stattfanden. Die letzten beiden Rennen sind dabei als C-Klasse Ranglistenrennen des DRIV eingestuft und damit Bestandteil der höchstrangigen deutschen Speedskating-Serie, der German Blade Challenge (GBC).

Halbmarathon: Ein Berliner lässt alle hinter sich

In einem spannenden Rennen über die Halb-Marathon-Distanz konnte sich der Berliner Frank Singer klar vor der Konkurrenz durchsetzen. Dabei verpasste er seine persönliche Bestzeit nur um wenige Sekunden, wie der Schnellste Halb-Marathoni an diesem Tag gegenüber Köln Nachrichten erklärte. Seine erste Teilnahme in Köln sowie auch der Rundkurs hatten ihm sichtlich Spaß gemacht, lediglich an der neutralen Zone hatten das Streckenpersonal ein wenig „Abstimmungsbedarf“. Eigentlich darf an dieser Stelle nicht überholt werden. Doch die aus acht Rennläufern bestehende Gruppe wurde von einem der Kampfrichter zum Überholen herausgewunken, wie Singer berichtete. Dass er trotzdem nicht als offizieller Sieger nach Berlin zurückkehren darf, hatte allerdings einen anderen Grund. Wie Rennkoordiniator Bernd Kramer bestätigte, hatte der 22-jährige Berliner eine Rennlizenz und kam so nicht in die offizielle Wertung der Breitensportler. Hier siegte bei den Männern Magnus Schmitt mit einer Zeit von 39:24,27 sec. nicht einmal eine Sekunde vor dem 50-jährigen Peter Winterberg (CST Köln). Bester Kölner in diesem Rennen und damit der „wahre“ Stadtmeister war Stefan Rohde, der in rund 48:30 Minuten über die Ziellinie kam. Beste Frau in diesem Rennen war die 34-jährige Carmen Karsten in 42:23,71 sec. vor Barbara Esser (TuS Kreuzweingarten). Die 55-Jährige schaffte die beachtliche Zeit von 43:28,65 sec.. 49 Starter waren insgesamt zu diesem Halb-Marathon angetreten. Neben dem Erstplatzierten Frank Singer (39:21,10 sec.) lief auch der Zweiplatzierte Horst Lausch (39:24,16 sec.) außer Konkurrenz. Die zwei Spitzkehren an den Wendepunkten des Rundkurses machen das Rennen unter den Kennern berüchtigt, aber auch einzigartig. Nicht nur der Veranstalter spricht dabei vom "Monaco des deutschen Inlinesports".

Schwierige Bedingungen in Köln

Am Rande der Veranstaltung zeigte sich Organisator und Moderator Bernd Kramer vom Verein Kölner Rollmöpse e.V. berichtet stolz über die inzwischen 175 Mitglieder seines Vereins. „Alleine 65 sind Jugendliche und Kinder“, verriet er gegenüber Köln Nachrichten. Allerdings sind die Bedingungen sowohl für den Nachwuchs als auch für die erwachsenen Skater in Köln nicht gerade rosig. „Wir haben gerade einmal fünfeinhalb Stunden Trainingszeit pro Woche in nur zwei Sporthallen. Damit können wir gerade unseren Nachwuchs trainieren. Für die erwachsenen Skater bleibt da fast gar keine Kapazität mehr“, kritisiert Kramer, der sich zusammen mit seinen Vereinskollegen seit Jahren um mehr Trainingskapazitäten bemüht. Dabei gibt es bereits einen Erlass, aber viele Schulleiter, die über die Vergabe ihrer Sporthallen entscheiden, erlauben den Speedskatern keinen Zugang. „Dabei fahren wir im Gegensatz zu Rollhockeyspielern mit weichen Rollen, die den Hallenboden nicht beschädigen“, erklärte Kramer weiter. Die Kölner Rollmöpse gehören trotz dieser widrigen Bedingungen zu den größten Vereinen in Nordrhein-Westfalen. Und angesichts von geschätzten rund 4000 Hobby-Skatern in der Domstadt hofft Kramer, dass das bisherige Hauptargument der Kommunalpolitik, Inlineskaten sei eine „Randsportart“, nicht auf ewig gegen ein stärkeres Entgegenkommen der lokalen Entscheider spricht.

Inline-Speedskaten ist keine Risiko-Sportart. Allerdings kostet ein halbwegs professionelle Ausrüstung (Schuhe, Helm und Schonerset) zwischen 350 und 400 Euro. Hobbysportler kommen bereits mit 200 bis 250 Euro aus. Die Verantwortlichen des Vereins warnen ausdrücklich vor Billigschuhen. Bei einem Test, den der Verein gemeinsam mit WDR und TÜV im vergangenen Jahr durchführte, zeigte, dass sämtliche „Schnäppchen“ nicht den Anforderungen an einen guten Skater-Schuh genügen.

Informationen zum Verein sowie die kompletten Ergebnislisten aller Wettkämpfe am heutigen Tag finden Sie auf der Internetseite des Vereins unter: www.koelner-rollmoepse.de.
Die Bildergalerie mit weiteren Eindrücken der Veranstaltungen finden Sie hier.







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